Welpenentwicklung - Welpe läuft über eine Wiese

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Bei Durchsicht meines Kalenders ist mir heute etwas Tolles aufgefallen, nämlich dass in Kürze bei uns in Großenkneten ein Seminar stattfindet, auf das ich mich immer riesig freue, wenn ich es geben darf. In diesem Seminar geht es um das Thema Welpenentwicklung.

Es gibt doch kaum etwas Spannenderes als genau zu wissen, was wann und wie in den kleinen Flauschzwergen vor sich geht. Zu wissen, wie Welpenentwicklung funktioniert, wann die Kleinen die Augen öffnen, beginnen zu hören, Zähne bekommen und wechseln und vieles mehr – einfach grandios!

 

Die 4 Phasen der Welpenentwicklung

Wir unterteilen grundsätzlich bei der Welpenentwicklung 4 Phasen, von denen ich Dir im Folgenden berichten werde:

  • Pränatale Phase
  • Neonatale Phase
  • Transitionale Phase
  • Sozial sensible Phase

 

Die pränatale Phase

Schon vor der Geburt – im Mutterleib – beginnt die Welpenentwicklung. Die Lebensumstände, z. B. Verhaltenspräferenzen der Mutterhündin, nehmen bereits Einfluss auf das spätere Leben der Welpen. So ist es häufig so, dass Hündinnen, die in der Trächtigkeit viel Stress erfahren, häufig auch unruhigere Welpen hervorbringen. Die Welpen können also bereits im Mutterleib durch äußere Umweltreize, die auf die Mutterhündin einwirken und ihr Stress bereiten, geformt werden.

Auch findet in der pränatalen (vorgeburtlichen) Phase der Welpenentwicklung die sogenannte „Maskulinisierung“ statt. Dieser Fall tritt ein, wenn in einem Wurf deutlich mehr Rüden heranwachsen als Hündinnen (z. B. sechs Rüden, eine Hündin). In diesem Fall kann während der 63 Tage der Welpenentwicklung im Bauch der Mutterhündin eine Vermännlichung der Welpenhündin stattfinden, die sich später durch z. B. eine höhere Aggressionsbereitschaft zeigen kann. Dies entsteht durch den höheren Anteil an männlichen Hormonen, denen die Hündin während der Trächtigkeit ausgesetzt war.

 

Die neonatale Phase der Welpenentwicklung

Die neonatale (nachgeburtliche) Phase umfasst die ersten 14 Lebenstage der Welpen. In dieser Phase werden die Welpen noch nicht von den Einflüssen der Außenwelt erreicht. Sie sind noch blind und taub. Die Nase leistet schon kleine Dienste, jedoch noch nicht über größere Distanzen. Die Thermoregulation im Welpenkörper funktioniert bereits. So können die Welpen in der neonatalen Phase der Welpenentwicklung bereits zwischen kalt und warm unterscheiden und merken so ganz genau, wenn sich der Abstand zur Mutter vergrößert und es ihnen aus diesem Grund kalt und ungemütlich wird. Hier machen sie sich dann durch ein Fiepen (das können sie auch schon!) in einer ganz bestimmten Frequenz aufmerksam, so dass die Mutterhündin darauf reagieren und den „verlorenen Sohn“ wieder in ihre Nähe holen kann. Durch regelmäßiges Belecken des Bauches der Welpen, regt die Mutter in dieser Phase der Welpentwicklung die Darmperistaltik an, um ihnen beim Koten und Urinieren zu helfen. In der neonatalen Phase können die Welpen noch nicht laufen. Sie bewegen sich kriechend fort und dies zu Beginn auch nur rückwärts. Typisch für Welpen in dieser Phase ist das sogenannte „Suchpendeln“, die pendelnde Bewegung mit dem Kopf, die den Welpen hilft, die Zitze der Mutterhündin zu finden.

 

Die transitionale Phase

In der transitionalen Phase nach Althaus, die ab dem 8. bis zum 16. Tag andauert, erweitert sich der Umkreis der Welpen auf die gesamte Wurfkiste. Sie sind jetzt schon ein wenig unterwegs. Ihre Augen und Ohren beginnen sich zu öffnen. Dies geschieht ganz individuell. So kann es sein, dass ein Welpe den Züchter schon am Morgen des 11. Tages mit seinen kleinen Äuglein anschauen kann, ein anderer aber erst 2 Tage später. Bis zum Ende der 3. Lebenswoche sind alle Welpen in der Lage zu sehen und zu hören. Dies macht es möglich, dass sie von dem Zeitpunkt der Welpenentwicklung an akustisch wie auch visuell mit den verschiedensten Umweltreizen konfrontiert werden. Sie erkennen Gegenstände, Menschen, und ihre Wurfgeschwister. Sie beginnen mit ihren Geschwistern zu spielen. Die motorische Welpenentwicklung geht in dieser Phase sehr rasch vonstatten. Sie lernen stehen, gehen, laufen, sitzen. Am Ende der Konsolidierungsphase können die Welpen sicher laufen und das Nest verlassen.

 

Die sozial sensible Phase

In der sozial sensiblen Phase der Welpenentwicklung, die von der 3. bis ca. zur 20. Lebenswoche andauert, wird ein wichtiger Meilenstein für das spätere Leben des Hundes gelegt. In dieser Phase der Welpenentwicklung nehmen die Welpen die Umwelt besonders intensiv wahr. Nun wird das Muster angelegt, nach dem der Hund sein späteres Leben verbringt. Die Welpen lernen gerne und haben Spaß an neuen Reizen. So ist ein Lernen von alltäglichen Dingen ohne Belohnung möglich. In diesem Stadium der Welpenentwicklung wird einfach „nebenbei“ gelernt. In der sozial sensiblen Phase hat der Welpe bereits gelernt auf Stress zu reagieren. Aufgepasst! Fehler, die in dieser Phase gemacht werden, sind schwerwiegend. Dementsprechend sollte hier tunlichst darauf geachtet werden, dass die Welpen in dieser Zeit keine schlechten Erfahrungen machen. Sie sollten in dieser Phase der Welpenentwicklung mit vielen (positiven) Umweltreizen bekanntgemacht werden, viel von der Welt sehen und entdecken dürfen. Positive Lernerlebnisse bieten dem Welpen in dieser Zeit beste Möglichkeiten der Gehirnentwicklung und somit lebenslang beste Anpassungsmöglichkeiten an immer wechselnde Lebenssituationen.

 

Kanntest Du die 4 Phasen der Welpenentwicklung bereits? Wenn Du Dich dafür interessierst und noch viel mehr „Input“ zum Thema Welpenentwicklung bekommen möchtest, freue ich mich, Dich in meinem Seminar „Die Welpenentwicklung“ am 21.04.2020 in Großenkneten anzutreffen. Hier kannst Du Dich gerne anmelden: https://www.ziemer-falke.de/veranstaltung/die-welpenentwicklung-tagesseminar/

Vielleicht sehen wir uns ja!

Liebe Grüße

Deine Tina

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