Vorbereitung Hundetrainerpruefung

11. September 2017 // Woche 41

Allmählich tickt die Uhr

Nein, ich habe keine Kringel an der Wand, die ich der Reihe nach ankreuze, bis es so weit ist mit der Prüfung. Trotzdem beschleicht mich beim Durcharbeiten von Kapitel 2 Lektion 5 immer wieder ein mulmiges Gefühl. Darf ich eigentlich ein schon vorbereitetes Skript mitnehmen zur praktischen Prüfung? Dann könnte ich mir die Stichpunkte zur Einschätzung von Hund und Halter etc. notieren und könnte keinen Aspekt vergessen. Davor habe ich am meisten Angst: was zu auszulassen, worauf ausgerechnet diese Prüfer Wert legen. Ich werde hier in Bayern die Prüfung wohl beim Vet-Amt Fürstenfeldbruck und/oder bei der Tierärztekammer ablegen. Schade, dass ich nicht in Niedersachsen wohne. In Bayern, sagt Google, sind „einige Ausbildungswege anerkannt“, zum Beispiel auch die der Tierärztekammer Niedersachsen. Die sagt mir auf ihrer Website, dass sie nur in Niedersachsen ansässige Personen zur Prüfung zulässt. Ich gehe lieber wieder zum Skript, das mich optimal auf den theoretischen Teil und das Fachgespräch vorbereitet. Die Prüfungsfragen für Hundetrainer lade ich mir auf jeden Fall herunter, damit ich mal einen Eindruck bekommen, was so alles abgefragt wird. Beim Veterinäramt dürfen wir zur praktischen Prüfung unser selbst gewähltes Mensch/Hund-Team mitbringen, einerseits toll, denn dann kenne ich sowohl den Menschen als auch den dazu gehörigen Hund. Andererseits nicht so toll, denn die zwei kennen auch mich. Will heißen, ich bin keine Autorität, der Hundehalter wird viel eher sein Ding durchziehen, statt auf mich zu hören. Nicht gut, wenn die unparteiischen Beobachter das auch merken. An der Uni stellen sie das Team, mit allen Vor- und Nachteilen. Vorteil: Ich kann viel objektiver an den „Fall“ herangehen, werde also garantiert die richtigen Fragen bei der Anamnese stellen. Nachteil: Wenn ich auf einen Hund im Aufbautraining treffe, der wieder zurück ins Grundtraining müsste, weil halt gar nichts klappt, muss ich hoffen, dass die Prüfer das genauso sehen.

Ganz toll sind die „Lerninhalte und Infos zur Vorlage beim Veterinäramt“, die ich mir auf jeden Fall ausdrucke, wenn mich mich zur Prüfung anmelde. Kann ich eigentlich vorher eine Prüfung bei Ziemer&Falke, also bei Andi ablegen? Das muss ich noch herausbekommen, denn da fühle ich mich sicher und aufgehoben.

Ich mache meine Hausaufgaben, liege (eigentlich) richtig, bekomme aber nur 70% Punkte. Mir rätselhaft, warum, aber es ist auch egal. Ich habe die Fragen ja alle richtig beantwortet, sagt die Abteilung Antworten. Ich kann also in Ruhe aufs nächste Kapitel zugreifen und mich dort durcharbeiten. Parallel gehe ich noch einmal alle Lektionen aller Kapitel durch, weil doch vieles wieder in den Windungen meines Gehirns verschwunden ist. Keine Löschung, sondern eher eine Überschattung durchs aktuelle Tagesgeschehen. Wie bei Hunden auch.

Die nächsten Seiten des Skriptes zum Hundeführerschein finde ich meganützlich, denn den wollen, nach meiner Erfahrung, alle Hundehalter machen. Und wenn sie so darauf vorbereitet werden, wie’s im Skript steht, haben alle was davon: der Trainer, der zweibeinige und der vierbeinige Schüler. Ganz allmählich kommt bei mir so etwas wie Vorfreude auf. Wird schon klappen mit den Prüfungen. Und Ende des Jahres habe ich es vielleicht schon in der Hand: mein Zertifikat als Hundtrainer.

uschi-birr-profilbild

Name: Uschi Birr

Namen der Hunde: Chica, Cora

Wer bin ich? Hundefreundin, Menschenfreundin, Journalistin

Wäre mein Hund ein Mensch, wäre er…? Chica wäre ein Stille-Wasser-Mensch, der immer seinen Willen durchsetzt. Cora ein Triathlon-Athlet.

Ich liebe Hunde, weil…? Sie mir zeigen, wie toll das Leben ist und wie man es am besten meistert.