Die Hintergründe der Beziehungsfähigkeit
von Hund und Mensch

Wie aus Wölfen Hunde wurden und warum wir miteinander leben wollen und können. Ein interessantes Thema für dieses 2-tägige Theorieseminar.

Seit etwa 35 000 Jahren leben Menschen mit Hunden. Man kam offenbar zusammen, weil Menschen und Wölfe einander sozial und ökologisch sehr ähnlich sind. Wahrscheinlich spielten Wölfe eine wichtige Rolle in der Spiritualität dieser Menschen und vielleicht kooperierte man bei der Jagd auf Mammuts. Die Hundwerdung begann wahrscheinlich als Partnerschaft auf Augenhöhe mit dem Wolf. Aus Wölfen entstanden Hunde, primär durch Selektion auf Zahmheit. Das Sesshaft-werden der Menschen veränderte nicht nur das Verhältnis zu den Wölfen, sondern auch die Ansprüche an die Hunde. Es ging verstärkt in Richtung Unterordnung und die Kooperation zwischen Menschen und ihren Hunden schloss nun neben der Jagd, auch das Bewachen, den Krieg und den Schutz der Herden mit ein. Dies führte zu einer im Vergleich zu Wölfen erhöhten Selektion auf Territorialität und Aggressionsbereitschaft. Bei Schlittenhunden und modernen Jagdhunden wird dagegen auf innerartliche Toleranz und Freundlichkeit gegenüber allen Menschen Wert gelegt. Letztlich entstanden in jeder Kultur die passenden Hunde.

Die Forschungsergebnisse des letzten Jahrzehnts zeigen, dass es „den“ Unterschied zwischen Wölfen und Hunden nicht gibt. Vielmehr sind Hunde, in vielen ihrer Merkmale an das Leben mit oder nahe den Menschen, angepasste Wölfe. Noch mehr als sozialisierte Wölfe kommen uns Hunde in ihren sozialen Leistungen und Bedürfnissen derart nahe, dass sie zu unserem alter ego geworden sind. Neben den vielen Bereichen, in denen Hunde mit uns kooperieren, sind sie uns vor allem soziale Unterstützer. Daher werden Hunde, gerade mit der Globalisierung, Urbanisierung, Digitalisierung und sich beschleunigenden Lebensweisen, zu immer wichtigeren Partnern. Sie „erden“ Menschen in ihren sozialen Grundbedürfnissen und tragen damit zu deren physischem und geistigem Wohlbefinden bei. Im Seminar wird auf Basis neuerer Forschungsergebnisse darauf eingegangen, wie sich Wölfe im Verlauf der Hundwerdung an uns anpassten, sowie auf die Beziehungsfähigkeit der Hunde zu uns Menschen.

Zeiten

  1. Tag: 09:30 bis 17:00 Uhr
  2. Tag: 09:30 bis 15:00 Uhr

inklusive 1 Std. Mittagspause

Anerkannte Fortbildung vor den Tierärztekammern

Gute Nachrichten, diese Veranstaltung wird von der Tierärztekammer Niedersachsen und/oder Schleswig-Holstein als Fortbildung anerkannt, wenn diese als solche markiert ist!
Hinter dem jeweiligen Veranstaltungstermin finden Sie einen entsprechenden Hinweis:

NDS = Anerkennung bei der Tierärztekammer Niedersachsen
SH = Anerkennung bei der Tierärztekammer Schleswig-Holstein

Investition

  • 289,00 € je Teilnehmer (ohne Hund)

Dozent

Profilbild Kurt M. Kotrschal und sein Hund

Mag. rer. nat., Prof. Dr. Kurt M. Kotrschal

Er wurde 1953 in Linz geboren und lebt in Österreich, studierte Biologie an der Universität Salzburg, wo er 1981 promovierte und 1987 habilitierte. Von 1976 - 1981 weilte er für Forschungsaufenthalte an den Universitäten Arizona und Colorado, USA. Seit 1990 ist er Leiter der Konrad Lorenz Forschungsstelle für Ethologie in Grünau/Oberösterreich. 1990-2018, Professor i. R. am Department für Verhaltensbiologie Universität Wien. Er ist Mitbegründer des Wolfsforschungszentrums (www.wolfscience.at) und hat mehr als 250 wissenschaftliche Beiträge in Fachzeitschriften, Buchbeiträge und Bücher, darunter Österreichs Wissenschaftsbuch des Jahres 2013, geschrieben. Er wurde Wissenschaftler des Jahres 2010 und ist Kolumnist der Tageszeitung "Die Presse".

Seminar mit Prof. Dr. Kurt M. Kotrschal: Die Hintergründe der Beziehung von Mensch und Hund

Absatz

Seminarinhalte

Was erwartet mich in dem Seminar
„Die Hintergründe der Beziehungsfähigkeit von Hund und Mensch“?

Folgende Themen werden ausführlich besprochen:

  • wie aus Wölfen Hunde wurden
  • Ansprüche an Hunde
  • Forschungsergebnisse
  • Beziehungsfähigkeit von Hunden

Was brauche ich für dieses Seminar

Dieses Seminar ist ein reines Theorieseminar. Gerne dürfen Sie sich eigene Notizen mach. Für diesen Fall bringen Sie bitte Schreibutensilien mit.

Teilnehmer

Maximale Teilnehmerzahl:
20 Teilnehmer/innen ohne Hund

Teilnahmebedingungen

Wenn sich leider nicht genügend Teilnehmer anmelden, so werden wir die Veranstaltung gegebenenfalls absagen oder auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Bitte entnehmen Sie die gültigen Stornofristen unseren AGB.

Hinweise

Wir bitten Sie, Ihre läufige Hündin zu Hause zu lassen, um ihr und anderen anwesenden Hunden unnötigen Stress zu ersparen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und weisen darauf hin, dass unsere AGB’s davon unberührt bleiben. Auf unserem Schulungsgelände bitten wir Sie, die Hunde stets an der Leine zu führen.

Die Hintergründe der Beziehungsfähigkeit von Hund und Mensch

Noch Fragen oder direkt starten

Infoseite per E-Mail senden

Weitere Seminare und Workshops die Sie interessieren könnten