Blonder Labrador auf dem OP-Tisch bekommt eine Impf-Spritze vom Tierarzt

Oft werde ich nach der Notwendigkeit der Impfung beim Hund gefragt. Und genau aus diesem Grund möchte ich heute einen ganz bestimmten Teil der hierzulande üblichen Impfungen Thema meines heutigen Blogs machen, nämlich die Tollwut.

Was ist eigentlich Tollwut?

Der tollwütige Hund, aggressiv, wahnsinnig und mit dem berühmten „Schaum vor dem Maul“ ist klischeehaft, ja fast schon eine Art Fabelwesen. Wie der Werwolf oder der Vampir. Tatsächlich können erkrankte Tiere in gesteigertem Maße aggressiv sein, aber ansonsten handelt es sich bei der Tollwut um nichts Mystisches, sondern um eine Viruserkrankung. Virusinfektionen gibt es zahlreiche, leichter verlaufende (z.B. Windpocken, Herpes) und sehr gefährliche (z.B. Ebola).

Tollwut ist eine sehr schwere Erkrankung, die nahezu zu 100% tödlich verläuft. 

Was für Symptome können bei der Tollwut auftreten?

Das Virus aus der Familie Rhabdoviren ruft nach einer sehr unterschiedlich langen Inkubationszeit von Tagen bis hin zu Jahren eine schwere Gehirnentzündung hervor. Auf diese so genannte Enzephalitis ist die als typisch geltende Wesensveränderung des erkrankten Tieres zurückzuführen. Es wird zumeist aggressiv, ängstlich, leidet an Lähmungen, übermäßiger Speichelbildung und Schluckbeschwerden. Letztere verursachen den „Schaum vor dem Maul“. Es gibt jedoch eine Form der Tollwut, die ohne diese typischen Symptome verläuft. Das Tier wird im Gegenteil apathisch und still. Die Symptome beim Menschen sind ähnlich.

Vorsicht Ansteckungsgefahr!

Die meisten Tollwut-Erkrankungen von Menschen werden von Hunden oder Fledermäusen übertragen. Speichel, Urin und andere Körperflüssigkeiten sind hoch ansteckend. 

In Deutschland gilt die Tollwut als ausgerottet, doch in vielen anderen Ländern nicht! Daher besteht die Gefahr, dass das Virus eingeschleppt wird. Impfschutz bei Hunden ist deshalb auch bei uns notwendig, um die dauerhafte Ausrottung der Infektionskrankheit zu gewährleisten.

Unverzüglich einen Arzt aufsuchen

Wird ein Mensch von einem Hund gebissen oder hatte ein verletztes Hautareal mit Speichel eines möglicherweise erkrankten Tieres Kontakt, muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht und eine spezielle nachträgliche Impfung vorgenommen werden. Starker Juckreiz um die Bissstelle herum ist ein möglicher erster Indikator für eine Tollwutinfektion. 

Alles Liebe

Deine Tina

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