Frau schreibt eine Prüfung
6. September 2019 /
  • Wissenswertes

Tipps gegen Prüfungsängste

Dein Prüfungsdatum zum Hundetrainer rückt näher und es wird langsam ernst?! Vielleicht spürst Du schon ein kleines Kribbeln im Bauch, vielleicht wird Dir beim Gedanken an die Prüfung aber auch schon total mulmig. Unsere Dozentin Sabrina hat sich etwas Tolles für Dich ausgedacht und Dir kleine Tipps zusammengestellt, die ich Dir hier gerne veröffentliche, um Dich bestmöglich zu unterstützen.

 

  1. Früh genug anfangen

Wer kennt das nicht …? Ist die Prüfung noch in weiter Ferne, ist die Motivation nicht sonderlich groß, mit dem Lernen zu beginnen. Es fehlt der Druck. Aber gerade ängstliche Menschen blockiert schon diese Form des Drucks. Sie führen sich dann schon während des Lernens immer wieder vor Augen, dass der Stoff in der Zeit ganz sicher nicht mehr gelernt werden könne. Und der Geist wird ganz automatisch in eine Negativspirale gelenkt. Fang lieber so früh wie möglich an und hab nach hinten raus ein paar schöne freie Tage. Gerade die letzten Tage vor der Prüfung verbringt man besser im Eiscafé, als am Schreibtisch!

 

  1. Lernplan machen

Vielleicht hast Du nicht so viel Spaß am Lernen und kannst Dich nicht gut motivieren, Dich an den Schreibtisch zu setzen? Gerade dann solltest Du Dir unbedingt im ersten Schritt einen Lernplan machen! Denn unser Belohnungssystem im Kopf wird gefüttert durch den Neurotransmitter Dopamin. Dieser macht das wohlige Gefühl, etwas geschafft zu haben, wenn wir auf der To Do-Liste ein kleines Häkchen machen können. Und das allerbeste ist: Es motiviert dazu, weitere Dinge zu erledigen! Weiterhin hilft der Lernplan beim Überblick. Es kann also nicht dazu kommen, dass Du von der Stofffülle doch noch überrascht wirst. Unsere Themenübersichten können eine gute Grundlage für die Lernpläne sein.

 

  1. Auf unterschiedliche Wege lernen

Unser Gehirn ist ein komplexes Konstrukt – es möchte nicht nur auf eine Weise mit Informationen „befeuert“ werden. Es wird Dich also deutlich mehr Zeit kosten, das Gelernte zu behalten, wenn Du nur auf eine Art und Weise lernst, also zum Beispiel nur die Skripte liest. Lese z. B. einen Teil des Skripts, schreibe Dir eine Zusammenfassung und mache anschließend, vielleicht nach einer kleinen Kaffeepause, noch das Quiz zum Thema. So wirst Du das Wissen viel schneller behalten und auch Selbstbewusstsein für die Prüfung sammeln!

 

  1. Statist sein

Du kannst bei einer unserer Prüfungen als Statist dabei sein. Du nimmst in der Prüfung dann die Rolle des Kunden ein. So kannst Du Dir den Ablauf der Prüfung und das Team ggf. schon einmal ohne Druck anschauen. Dies hat gerade dann Vorteile, wenn Du zu Prüfungsangst neigen solltest: Denn bekannte Situationen machen dem Menschen meist deutlich weniger Angst (auch, wenn die Prüfung an sich natürlich beängstigend bleibt), als das Unbekannte. Daher kannst Du durch die Teilnahme als Statist bestimmt etwas „Druck“ vom Angstkessel nehmen. Anmelden zu einer Prüfung kannst Du Dich über unsere Website („Statist gesucht“).

 

  1. Auf dem Weg zur Prüfung: Singen, was das Zeug hält!

Es mag vielleicht komisch klingen, aber es hilft: Während Du singst, kann der Körper keine Angst empfinden. Vielleicht hast Du schon einmal gehört, dass Menschen, die in Extremsituationen waren, unwillkürlich angefangen haben zu singen. Oder auch kleine Kinder singen, wenn ihnen etwas Unbehagen bereitet. Es baut Stress ab und sorgt dafür (wenn Du zu Deinem Lieblingssong singst), dass Du ganz viele gute Hormone ausschüttest. Die kannst Du jetzt sehr gut gebrauchen! Also Musik im Auto an und drauf losträllern!

P.S. Ich (Sabrina) habe jahrelang vor längeren Vorträgen – vor denen ich sehr aufgeregt war – im Auto zu den Songs der Band „PUR“ gesungen, weil meine Eltern diese Lieder während meiner Kindheit zu Hause häufig über die Stereoanlage gehört haben. Dies macht mir ein doppelt wohliges Gefühl. Probiere es aus!:)

 

  1. Meide andere Prüfungsteilnehmer/-innen

Es ist völlig verständlich, dass am Prüfungstag alle Teilnehmer/-innen angespannt sind. Meistens rotten sich alle Gleichgesinnten zusammen und tauschen sich über die letzten Lernergebnisse und ihre Ängste aus. Dies ist aber gerade für diejenigen, die zu einer schlimmeren Form von Prüfungsstress neigen, wahres Gift. Sie bekommen noch mehr Angst durch die Prophezeiungen der anderen Personen. Weiterhin überträgt sich die Stimmung des Aufgeregtesten ganz automatisch auf die ganze Gruppe. Wenn Du also z. B. nur moderaten und damit ganz natürlichen, leistungssteigernden Stress empfindest, wird sich Dein Gemütszustand nach dem Austausch mit anderen Prüflingen evtl. verschlechtern. Daher bleibe für Dich, wenn das Herzklopfen überhandnimmt.

 

  1. Gib Deinem Körper die Gelegenheit zu flüchten

Der menschliche Körper hat drei Möglichkeiten auf Stress zu reagieren: Flucht, Kampf oder Erstarren. Alle drei Reaktionen sind absolut nicht hilfreich während der Prüfung. Darum gebe Deinem Körper die Möglichkeit, zumindest kurz fliehen zu können. Spaziere in der letzten Stunde vor der Prüfung noch eine Runde durch den Wald. So kannst Du das Gelände nochmal verlassen und bewegst Dich gleichförmig. Das baut Stress ab und hilft Dir, Dich zu fokussieren. Weiterhin hast Du dann etwas Abstand von den anderen Teilnehmer/-innen.

 

  1. Wenn gar nichts mehr geht – Troubleshooting

Solltest Du das Gefühl haben, die Angst und der Stress übermannen Dich kurz vor der Prüfung, gibt es noch einige Kniffe, die Dir vielleicht helfen können:

 

  • Klopfe auf Dein Brustbein (ungefähr auf Höhe des Brustansatzes):

Unter dieser Stelle sitzt die Thymusdrüse. Hier klopfst Du ca. 15 Sekunden lang drauf. Du wirst relativ schnell eine körperliche Entspannung vernehmen.

 

  • Lege die Zunge an den Gaumen hinter Deine Zähne und atme tief ein:

Dies stimuliert Akupressurpunkte, die ebenso eine schnelle Entspannung bewirken.

 

  • Solltest Du Angst vor einem „Black-out“ haben:

Bewege in regelmäßigen Abständen ganz bewusst einen Zeh nach dem anderen. Hebe den großen Zeh an, dann den danach usw. Dann nehme Dir den anderen Fuß vor. Forscher aus den USA haben herausgefunden, dass diese Übung in allen Stresssituationen noch funktioniert, auch, wenn alle anderen Hilfsmittel oder körperlichen Funktionen schon den Dienst versagt haben. Das Gehirn muss also Energie aus der Stresskaskade herausziehen und für Deine Zehenübung zur Verfügung stellen. Das kann ungemein hilfreich sein!

 

Wir sind gespannt, ob Dir die Tipps helfen und freuen uns auf die nächste Prüfung! Hinterlasse gerne einen Kommentar – vielleicht hast Du Deine Prüfung auch schon längst absolviert und kannst zukünftigen Absolventen einen Tipp geben.

Alles Liebe

Deine Sabrina und Tina

Kristina Ziemer-Falke

Sie ist Hundetrainerin und Verhaltensberaterin mit Leib und Seele. Ihre zahlreichen ergänzenden Ausbildungen auf dem Gebiet der Hundeerziehung und -ernährung, der Tierheilpraxis und des Hundesports sowie ihre langjährige Praxiserfahrung als Dozentin und Hundetrainerin machen Sie zu einer echten Hunde- und Menschenversteherin. Doch ihr Herz schlägt nicht nur für Vierbeiner. Kristina engagiert sich stark für den Nachwuchs und ist aktiv im Prüfungsausschuss der Tierärztekammer Niedersachsen für Hundetrainerzertifizierungen. Mit ihrem Mann Jörg teilt sie ihre große Leidenschaft. 2011 gründeten sie gemeinsam das Ziemer & Falke-Schulungszentrum, das sie seither mit viel Herzblut und Erfolg und zahlreichen Standorten in ganz Deutschland führen.

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