techniken im hundetraining

11. Dezember 2016 // Woche 23

Hallo ihr Lieben,
wir sind es wieder!

Sich für die ganzen DR’s Eselsbrücken zu bauen, ist gar nicht so leicht. Das DRA steht für Alternativen, beim DRE denke ich an Extraordinaire statt Excellent, weil „herausragend“ nicht in meinen Kopf geht. Inkompatibel bei DRI hämmere ich mir ein, dann sind die „Others“ auch im Hirn. Doch kaum habe ich die Techniken theoretisch drauf, vermischen sie sich gleich wieder und laufen im Grunde alle auf Desensibilisierung hinaus. Oder doch nicht?

Alles vermischt sich

Also Neustart. Stimmt, in der Praxis vermischt sich alles. Ich brauche also einen Plan, bevor ich ein Hundeproblem (eigentlich ja ein Menschenproblem) angehe. Bei den zur Verfügung stehenden Techniken kreuze ich dann an, was für die jeweilige Lösung nützlich sein könnte. Weiter geht’s zu den Trainingssequenzen. Da allerdings stutze ich. Ich habe zwei äußerst schmal- und langköpfige Hunde, könnte also, nach der Faustregel, sehr lange mit ihnen am Stück trainieren.

Techniken bei „Langköpfen“

Funktioniert bei Chica hervorragend, das kleine Erbsenhirnchen wird zum Workaholic, wenn’s um Leckerbissen oder Wurfspiele geht. Für den Futterbeutel, den ich am Schluss einer neuen Übung wegschleudere, sobald sie diese verstanden hat, testet sie alle Möglichkeiten aus, bis sie richtig liegt. Cora dagegen konzentriert sich, denkt sichtbar nach, kriegt noch sichtbarer Frust, wenn es nicht nach Wunsch klappt und verliert die Lust. Leckerchen nimmt sie gnädig und ohne jede Begeisterung, den Futterbeutel bringt sie wie eine Pflichtübung. Von wegen schmaler Schädel.

Zeit-Stress-Intensität

Die Zeit-Stress-Intensität-Achsen dagegen sind bei Chica sinnlos, weil sie offensichtlich stress-resistent ist ( so lange der Futterbeutel oder ein Ball in theoretischer Reichweite sind). Bei Cora versage ich regelmäßig, sie ist mir sinnesmäßig voll überlegen. Wir trainieren das locker an der Leine gehen täglich auf einem Waldweg, auf dem reger Publikumsverkehr, mit Rad, Skateboard, Hunden, herrscht. Alles prima, Cora lässt die Leine durchhängen. Doch dann raschelt es im Gebüsch oder ein Vogel fliegt auf. Bis ich das registriere, hängt mein Hund bereits voll in der Leine. Wenn ich mich von Ruck und Schock erholt habe, gebe ich eine alternative Aufgabe. Das „Sitz“ funktioniert immer, das „Platz“ nur, wenn wir nicht gerade an einer Pfütze stehen. Ist aber nicht schlimm, Hauptsache, ihr intensiver Reiz ist weg und wir können weitergehen, als hätte ich’s geträumt. Gut gelaunt, an der lockeren Leine und mit zufriedener Miene – jedenfalls bei Cora.

Mein Fazit

Aber den Reiz vor ihr erahnen? Das klappt nicht, so sehr ich mich auf ihre Körpersprache konzentriere. Vielleicht bringt mir das nächste Praxisseminar dazu mehr: Entspannung auf Knopfdruck, wie wäre es damit?

uschi-birr-profilbild

Name: Uschi Birr

Namen der Hunde: Chica, Cora

Wer bin ich? Hundefreundin, Menschenfreundin, Journalistin

Wäre mein Hund ein Mensch, wäre er…? Chica wäre ein Stille-Wasser-Mensch, der immer seinen Willen durchsetzt. Cora ein Triathlon-Athlet.

Ich liebe Hunde, weil…? Sie mir zeigen, wie toll das Leben ist und wie man es am besten meistert.