Brauner Hund entspannt draußen in der Mittagssonne in der Hängematte

Unser Alltag ist stressig, laut und voller Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Echte Ruhephasen sind selten geworden. Darunter leiden aber nicht nur zunehmend wir Menschen, sondern auch unsere sensiblen Hunde.

Der Hund ist unser „Spiegelbild“

Eigentlich gehört Stress zum Leben. Ja, er ist sogar wichtig, um uns sozusagen in Schwung zu halten. Körperliche und geistige Herausforderungen zu meistern ist außerdem eine gute Sache, es macht sogar ungemein zufrieden. Doch danach muss eine Phase der Erholung folgen! Passiert das nicht, so stehen wir unter einer ungesunden und unnatürlichen Dauerbelastung, die uns gereizt und letztlich krank macht. Unsere sensiblen Hunde teilen unser Leben mit uns und sie spüren unseren permanenten Stress. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf sie – denn sie spiegeln oft unseren Gemütszustand wider. Das bedeutet: Sie werden selbst gestresst und leiden darunter.

Stress beim Hund erkennen

Wir Menschen machen es uns oft nicht leicht. Wir wollen mehr als wir schaffen und sind gehetzt und abgearbeitet. Irgendwann, so glauben wir, werden wir uns dann einmal richtig ausspannen – aber das irgendwann kommt einfach nicht. Wir sind gefangen in der Tretmühle. Wir hetzen von A nach B und zwischendrin wird der Hund mal schnell Gassi geführt. Immer gibt es neue Projekte, die abgeschlossen werden müssen, immer neue Aufgaben zu erledigen. Kennst Du das? Dann beobachte mal Deinen Hund genau: Ist er in solchen Zeiten übermäßig unruhig und schreckhaft oder im Gegenteil sehr passiv und müde, so kann das ein Anzeichen für chronischen Stress sein, einen permanenten Stress, der sich sozusagen von Dir auf ihn übertragen hat? Weitere Anzeichen können zum Beispiel starkes Belecken der Pfoten oder Durchfall sein. Sind organische Ursachen für das veränderte Verhalten ausgeschlossen, so gehe einfach mal in Dich. Kann es sein, dass Dein Hund unter Deinem hektischen Alltag leidet? Dass er gestresst ist, weil Du Stress und Hektik verbreitest?

Dem Stress richtig begegnen

Jetzt heißt es: „entschleunigen“, und zwar dringend. Nicht nur, um des Hundes Willen, sondern auch um Deinetwillen. Du wirst sehen: Euer beider Lebensqualität steigt enorm. Aber was tun? Ganz einfach (und doch so schwer): Bringe Ruhe und Struktur in Dein Leben! Schaffe bewusst Ruhephasen, die Du auch einhalten kannst. Sorge zusätzlich für eine angemessene körperliche Auslastung Deines Hundes, so dass er in den Pausen zufrieden schlummern und entspannen kann.

Sage Termine ab, die nicht unbedingt nötig sind. Führe Rituale für Dich und Deinen Hund ein, die Euren Tag strukturieren und entspannen (beispielsweise feste Futterzeiten, oder kurze Spieleinheiten).

In der Ruhe liegt die Kraft

So heißt es nicht umsonst! Lege regelmäßig abends zum Relaxen eine Streichelrunde ein: Setze Dich einfach neben Deinen Hund und fahre ihm eine Weile langsam und ruhig durchs Fell – das entspannt Euch beide, Du wirst sehen.

Trainiere außerdem nur mit Deinem Hund, wenn Du Dich wohlfühlst. Und bleibe öfter einmal stehen. Besinne Dich auf das, was Du gerade tun möchtest und atme tief durch!

Es ist nicht ganze einfach, sich vom vollgestopften Alltagsstress zu verabschieden. Ja es gehören Mut und Disziplin dazu. Aber es lohnt sich.

Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei.

Alles Liebe

Deine Tina