Jane hat das Stand up Paddling ausprobiert
11. September 2019 /
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Stand Up Paddling mit Hund – unsere Jane hat es getestet!

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Wie Du weißt, sind wir immer für viele Schandtaten bereit und es war somit nur eine Frage der Zeit, wann wir das „Stand Up Paddling“, kurz SUP, ausprobieren, bzw. testen, ob es auch etwas für Hund und Halter ist. Unsere liebe Mitarbeiterin Jane, vielleicht kennst Du sie über uns oder aber auch durch „Fit mit Bella“, ist sehr sportbegeistert und somit lag es nah, dass sie SUP ausgiebig testet …

 

SUP – Vorweg eine Einführung

Jane hatte Glück, die SUP-Boards waren bereits aufgepumpt. Denn es dauert ein wenig (ca. 1,5 bar je Board), ein komplettes Board über eine Standpumpe „in Form“ zu bringen. Es gibt natürlich verschiedene Arten von Boards. In der Regel wird die aufblasbare Variante genutzt. Die Boards aus festem Material werden eher bei stärkerem Wellengang und von Profis genutzt.

Je schmaler und (länger) das Board, um so schneller ist es. Wird es breiter und (kürzer), bedeutet es in der Geschwindigkeit Abzüge, dafür mehr Stabilität. Es gibt mittlerweile sogenannte Yoga-Boards. Die sind etwas breiter und die gummierte Fläche für den sicheren/rutschfesten Stand ist größer. Sie werden für SUP-Yoga eingesetzt, aber auch gerne, wenn Dein Hund mitfährt. Somit hat der Hund, der dann i. d. R. vor einem sitzt, ebenfalls einen rutschfesten Boden unter den Pfoten. Zudem befindet sich ganz vorne ein Spanngurtnetz, unter das man Gepäck sichern kann. Auch dafür gibt es spezielle wasserfeste „Beutel“.

Eine Finne unter dem Board muss noch angebracht werden, und dann kann es eigentlich auf’s Wasser gehen. Hier immer den hinteren Teil mit der Finne zuerst ins Wasser legen. Aber Vorsicht, dass die Finne nicht auf Grund stößt! Hat man die Chance auf einen seichten Einstieg (am Strand oder einem Uferrand, der das Stehen im Wasser ermöglicht), ist das Aufsteigen auf das Board wesentlich leichter als aus tiefem Wasser. Auch hierzu gibt es verschiedene Techniken.

Wichtig ist dann, die richtige Position auf dem Board sowie das richtige Aufstehen auf dem Board. Lege dazu das Paddel am besten quer vor die Mitte des Boards (vor den Füßen) ab und stehe langsam auf. Verlagere das Gewicht Deines Oberkörpers eher leicht nach vorne, auf keinen Fall nach hinten. Habe Deine Knie am besten immer leicht gebeugt, dann kannst Du besser die Balance halten.

 

SUP – nun das Paddel

Nun fehlt nur noch das Paddel. Dieses wird individuell nach der Körpergröße eingestellt. Dann geht’s an die Paddel-Bewegungen … Um das Board möglichst gerade vorwärts zu bewegen, sind lange dicht am Board geführte Ruderbewegungen nötig. Dabei sollte das Paddel immer komplett ins Wasser eingetaucht werden. Wie viele Paddelschläge je Seite benötigt werden, um dann auf die andere Seite umzusetzen, ist individuell, man kann aber grob sagen, ca. 3 bis 5 Züge bis zum Seitenwechsel.

Insgesamt hat die liebe Jane vier Paddelzüge erlernt: Vorwärtsbewegung (wie oben beschrieben), leichte Kurven fahren, schnelle Wendungen/Board „drehen“ und ganz wichtig: Bremsen.

Paddelt man auf der rechten Seite, sollte der linke Arm bei der Ruderbewegung gestreckt bleiben und beim Paddeln auf der linken Seite genau umgekehrt.

Gebremst wird einfach mit einer Gegenbewegung des Paddels. Statt nun den Zug neben dem Board von vorne nach hinten auszuführen, setzt man leicht von hinten nach vorne an.

Warum das „SUPpen“ im Grunde für jeden direkt auf dem Wasser starten kann, liegt daran, dass anfangs ganz entspannt auf den Fersen sitzend oder auf den Knien hockend begonnen werden kann. Damit ist das Risiko „über Board“ zu gehen, recht gering.

 

SUP – ein Fazit

Jane findet, dass es super viel Spaß macht. Außerdem erfährst Du eine tolle Mischung aus Anspannung und Entspannung. Über das ständige Halten des Gleichgewichts, trainierst Du die Tiefenmuskulatur (und natürlich das Gleichgewicht). Durch die Ruderbewegungen arbeitest Du an Deiner Rücken-, Schulter- und Armmuskulatur und wenn Du mal eine Pause brauchst, setzt Du Dich einfach hin und genießt die Aussicht. Sobald Du auf das Wasser paddelst, stellt sich nach einer Weile eine innere Ruhe ein. Es mag die Atmosphäre des Wassers sein, die Konzentration auf das Gleichgewicht, aber auch das beruhigende Gefühl der Wasserbewegungen.

 

SUP mit Hund

Nun, mit noch etwas mehr Übung und Sicherheit auf dem Board, wäre es genial, den eigenen Hund mitzunehmen. Der sollte am besten vorne im „Platz“ („Sitz“ oder „Steh“ geht auch) möglichst ruhig und entspannt verharren.

Auch für den Hund würde es etwas Muskeltraining bedeuten. Wasserratten könnten sich (auf Signal) abkühlen. Für Deinen Hund bedeutet „SUPpen“ viel Konzentration, was gut ist für die geistige Auslastung. Eine gute Vertrauensbasis zwischen Hund und Halter ist ebenfalls notwendig!

Jane hat sich bereits eine Hundeschwimmweste angeschafft. Die sollte der Hund vorsichtshalber tragen. Deinen Hund solltest Du vorher an das Tragen der Weste gewöhnen. Zusätzlicher Vorteil: Es befindet sich ein Trageriemen auf dem Rücken der Weste, also perfekt, wenn Dein Hund mal „reinfällt“ und es alleine nicht zurück auf das Board schafft.

 

SUP – nice to have

Ach ja, die Kleidung: Also im Grunde einfach Bikini/Badeanzug oder Badehose. Jane hatte kurze Kleidung über die Badeklamotten gezogen, um sich vor der Sonne besser zu schützen. Allerdings sollte bedacht werden, dass es mit nasser Kleidung anstrengender wird, sich aus dem Wasser wieder auf das Board zu manövrieren.

Bei (leicht) kälteren Temperaturen kann dann natürlich auf einen Neoprenanzug ausgewichen werden.

Kosten für ein Board: sehr günstige Varianten gibt es ab ca. 250 Euro und dann steigt es bis auf über 1.000 Euro. An vielen SUP-Stationen können Boards stundenweise geliehen werden.

Auch sollte man darauf achten, wo das SUPen gestattet ist. Grundsätzlich gilt meines Wissens ein Verbot für offene Gewässer. Also Seen, Teiche und ggf. Flussärmel, wie der Werdersee in Bremen, sind befahrbar.

Jetzt hast Du schon mal eine Idee, was Du mit SUP machen kannst. In meinem nächsten Blog liest Du, wie Du Deinen Hund daran gewöhnen kannst, so dass das Badeerlebnis für Euch unvergesslich bleibt.

Vielleicht bist Du auch schon aktiv mit Deinem Hund dabei und kannst mir hier gerne einen Kommentar hinterlassen, wie es bei Euch so läuft, ob Ihr es eher sportlich oder gemütlich haltet. Ich bin gespannt!

Alles Liebe

Deine Tina 🙂

Kristina Ziemer-Falke

Sie ist Hundetrainerin und Verhaltensberaterin mit Leib und Seele. Ihre zahlreichen ergänzenden Ausbildungen auf dem Gebiet der Hundeerziehung und -ernährung, der Tierheilpraxis und des Hundesports sowie ihre langjährige Praxiserfahrung als Dozentin und Hundetrainerin machen Sie zu einer echten Hunde- und Menschenversteherin. Doch ihr Herz schlägt nicht nur für Vierbeiner. Kristina engagiert sich stark für den Nachwuchs und ist aktiv im Prüfungsausschuss der Tierärztekammer Niedersachsen für Hundetrainerzertifizierungen. Mit ihrem Mann Jörg teilt sie ihre große Leidenschaft. 2011 gründeten sie gemeinsam das Ziemer & Falke-Schulungszentrum, das sie seither mit viel Herzblut und Erfolg und zahlreichen Standorten in ganz Deutschland führen.

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