Thema der Woche – Zwei Tage in Großenkneten

HALLO IHR LIEBEN,
WIR SIND ES WIEDER!

Eine Woche vor meiner Prüfung war es soweit – wir fuhren nach Großenkneten, an den Hauptstandort von Ziemer & Falke. Mit wir, meine ich nur meinen Freund Silvan und mich. Finn musste leider zu Hause bleiben. Warum? Zu gerne hätte ich meinen Flauschbären dabei gehabt, allerdings sind es 600 km von uns und wir beschäftigen und leider immer noch mit dem leidigen Thema „Autofahren & spucken“, außerdem standen 2 Theorie-Tage an, da hätte Finn dann nur unterm Tisch liegen dürfen, denn mein Freund hätte auch keine Zeit für ihn gehabt, der ist nämlich zum Fotografieren weiter an die Nordsee gefahren.

Das Praxiswochehende

600 km nach Großenkneten

Morgens, nachts oder wie auch immer, auf jeden Fall war es 2 Uhr in der Früh, sind wir los gefahren Richtung Norden. Wir kamen von einem Unwetter in das Nächste, Regen, Gewitter und Aquaplaning! Das Wochenende ging ja schon mal gut los. Aber es konnte ja nur noch besser werden. 🙂 Pünktlich um 8 kamen wir in Großenkneten an und durften auch schon unser kleines Reich, direkt vor der Haustüre des Ziemer & Falke Standorts beziehen. Klein und Fein und völlig ausreichend. Mitten in Wald und neben den Hundeplätzen – gibt es was Schöneres? Ziemer & Falke bietet nämlich Übernachtungsmöglichkeiten direkt auf dem Gelände an.

Zuviel gelernt?

Der Grund wieso wir überhaupt diese weite Strecke gefahren sind, ist der, dass ich am letzten Seminar in Königswinter nicht teilnehmen konnte. Somit wurde mir der Ersatztermins des letzten Hundetrainerseminars in Großenkneten vorgeschlagen und da ich Tina und Jörg sowieso mal besuchen wollte, bot sich das doch perfekt an. Anfangs hatte ich ein wenig Bedenken, ob das so gut ist nochmal viel Input vor der Prüfung zu bekommen, aber diese Gedanken legten sich schnell, denn dort angekommen war ich komplett in der Hundetrainerwelt verschwunden. Nicht das Königswinter oder Bonn nicht toll gewesen wären, aber der Standort in Großenkneten hat noch mal etwas ganz besonderes an sich. Ich kann euch nicht genau sagen was, aber ich fühlte mich irgendwie zu Hause und das obwohl ich 600 km von meinen beiden Eisbären getrennt war!

Seminar Nummer 9

Bevor das Seminar um 9:30 Uhr los ging, konnte ich ein wenig mit Tina plaudern und durfte meine Fragen über Finn und Samu los werden 🙂 und dann wurde es auch schon spannend. Erst Mal wurde ich ganz herzlich in die „neue“ Gruppe aufgenommen und als ich berichtete, dass ich in einer Woche schon Prüfung hab, ging ein „oh“ durch die Menge. Ja, so wirklich bereit für die Prüfung fühlte ich mich immer noch nicht, aber mehr lernen, hätte ich einfach auch nicht können. Nun zum Seminar 9. Das ist immer ein Wunschkonzert laut Tina. Wir durften sämtliche Fragen stellen von Skript 1 – 9. Wir haben nochmal die Feinzieldefinition durchgesprochen und auf jeden noch so kleinen Millimeter geachtet. Gar nicht so einfach… Dann durfte einer aus der Gruppe Kunde und einer Trainer spielen. Die „Kundin“ hatte sogar ihren kleinen Welpi dabei *.* und bei dem Training bekamen wir wirklich noch viele wertvolle Tipps von Tina, wie wir denn das Ganze so angehen sollen.

Es geht los in Großenkneten

Das Interessante zu sehen ist, dass wenn wir als Hundetrainer mit unseren eigenen Hunden trainieren, wir als Mensch-Hund-Team agieren und nicht so richtig aus Trainersicht. So geht es mir des Öfteren zu Hause. Ich trainiere so gerne mit einem außenstehenden Trainer, denn er kann mich korrigieren, mir sagen was gut und schlecht war, denn oft im Training mit Finn merke ich z.B. gar nicht dass ich mich gerade über ihn beuge (fällt mir natürlich hinterher auf) oder ihn anfasse obwohl er das gar nicht mag. Nun ja, bevor mittags „richtige Kunden“ mit einem Problem anstanden, mussten wir aber uns noch ein wenig mit der Rassekunde auseinander setzen. Selbst das wurde uns super erklärt und der Morgen verging echt wie im Flug. Ich hatte schon Angst einzuschlafen, da ich ja schon seit 2 Uhr wach war. Klar hatte ich im Auto geschlafen, aber mehr schlecht als recht. Nach einem starken Ziemer & Falke Kaffee, war ich dennoch richtig wach!

Der erste Kunde

Nach dem Mittagessen war es auch soweit. Die Kunden kamen zu einem Erstgespräch, allerdings ohne Hund. Ich kann euch sagen, es war so spannend zu sehen wie Tina das Gespräch führte, die Fragen stellte und den Kunden super verständliche Erklärungen gab. [oh man ich bin gespannt wie lange es dauert bis ich so sicher agiere]. Die Halter erzählten erst von ihrem Problem oder ihren Problemen. Tina hakte zwischendrin mal ein um etwas genauer nachzufragen, wann denn genau das Problem aufgetaucht sei, ob sich etwas verändert hätte in deren Leben usw. Danach wurden die einzelnen störenden Verhalten in Form einer Kugel an die Tafel gemalt. Die Größe der Kugel sollte aufzeigen welches störende Verhalten zuerst angegangen werden sollte und um die kleineren Kugeln kümmert sich man danach. [immer schön der Reihe nach].

Das größte Problem

Danach pickten wir uns das größte Problem raus und machten wie immer eine positive Feinzielformulierung. Tina fragte die Kunden, was sie an dem Verhalten störte und wie es  stattdessen aussehen soll. Wir gingen Schritt für Schritt voran bis die Feinzielformulierung stand und vom Kunden genau ausformuliert war. Da es erst das Erstgespräch war und die Kunden ohne Hund da waren wurde auch nicht trainiert. Allerdings vereinbarte Tina einen weiteren Termin, um den Hund kennen zu lernen und um die unerwünschten Verhaltensweisen anzugehen. Das Gespräch ging etwa bis um 16:30 Uhr, es war sehr viel Input, ich hatte mir alles notiert was ich mir  aufschreiben konnte – danach waren wir wirklich alle platt. Danach klärten wir noch die offen Fragen, allerdings nicht mehr all zu lange, denn die Köpfe waren wirklich voll. Der erste Tag war wirklich super und die Entscheidung noch so kurz vor der Prüfung hier her zu fahren, war wie so oft die Richtige 😉

Fazit – was mir wichtig ist:

Der erste Theorietag, na ja Gott sei Dank nicht nur Theorie ging zu Ende 🙂 Mein Freund und ich wollten eigentlich noch zum Italiener essen gehen, aber wir waren beide so müde, dass wir uns schnell einen Salat holten und danach machten wir es uns in unserem kleinen Häuschen, neben den Hundeplätzen, dem Wald, dem schönen Vogelgezwitscher und der Ruhe gemütlich. Es dauerte nicht lange, da waren wir auch schon eingeschlafen.

Pfote, Lisa & Finn

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