schleppleinentraining

08. März 2017 // Woche 28

Hallo ihr Lieben,
wir sind es wieder!

Das nächste Praxisseminar steht an, es ist lausig kalt. Aber wie immer spannend und lehrreich, weil wir fragen können und Antworten bekommen.

Flattertraining

Am Vormittag ist Flattertraining angesagt. Andi muss Chica übernehmen, wenn ich mit Cora übe und Cora halten, wenn Chica dran ist. Wir sind auf freiem Feld, da gibt’s nichts, um einen der Hunde zu fixieren. Aber nach ersten Schwierigkeiten klappt das Flattertraining ganz gut – bei allen und entsprechend gut gelaunt gehen wir zurück in den warmen Seminarraum.

Von wegen Stimmungsübertragung

Ich bin geradezu euphorisch, als mich Cora jäh aus der guten Laune reißt. Sie hat den Teufel (Pferde und eine Katze) gesehen und wirft sich mit voller Wucht in die Leine, bellt durchdringend und sträubt alle ihre kurzen Haare. Andi übernimmt und mein Hund mutiert zum friedlichen Lämmchen, geht mit durchhängender Leine weiter und ignoriert den Teufel, der ja immer noch da ist. Von wegen Stimmungsübertragung. Und ich hab’s wieder mal nicht auf die Reihe gekriegt.

Schleppleinentraining und Pannen

Nachmittags gibt’s Schleppleinentraining ohne Hunde, von Mensch zu Mensch. Macht riesigen Spaß und wir übertreffen uns gegenseitig im Erfinden neuer Tücken. Es ist megaspannend und ich freue mich auf den nächsten Tag, an dem wir unsere Erfahrungen umsetzen können. Doch es kommt anders: Schon am frühen Morgen hinkt die Kleine erbärmlich, hat eine dicke Pfote und mag keinen Schritt laufen.

Sie macht die stark verkürzte Morgenrunde auf drei Beinen mit, dann fahren wir zum Tierarzt. Mein Lieblingstierarzt, weil rund um die Uhr erreichbar und so auch am Sonntag da. Die Pfote ist entzündet, wird gesäubert, desinfiziert und Chica muss Antibiotika schlucken. Nichts wird es mit Schleppleinentraining nachher. Wir bleiben daheim und ich beschäftige die Hunde mit Hütchenspiel und Intelligenzbrettern.

Ich übe trotzdem

Das Schleppleinentraining ohne Trainer übe ich trotzdem an den folgenden Tagen mit Cora. Und entweder mache ich alles richtig oder sie hat sofort geschnallt, wie Hund sich an der Schleppleine zu benehmen hat. Sie braucht genau zwei „Warte“, dann bleibt sie automatisch stehen, wenn ich stehe, schaut sich um und wartet, bis ich weiterlaufe. Der immer noch jämmerlich hinkenden Chica will ich nicht noch eine Leine (sie läuft immer frei) zumuten. Das verschiebe ich auf später. Aber ich merke: Wenn Cora an der Schleppleine ist, läuft sie konzentrierter, ist nicht ständig auf der Suche nach Teufeln und ist so entspannt wie sonst nie an der (kurzen) Leine.

Erstmal Ende…

Leider mache ich noch eine Entdeckung: Beide Hunde werden läufig. Vorbei ist es mit den Mittagsrunden auf der Hundewiese. Wir schleichen jetzt mittags immer durchs Gebüsch und nutzen Trampelpfade. Vorbei ist es auch mit dem Nachholtag Praxisseminar, an dem ich mit der Schleppleine glänzen wollte…

uschi-birr-profilbild

Name: Uschi Birr

Namen der Hunde: Chica, Cora

Wer bin ich? Hundefreundin, Menschenfreundin, Journalistin

Wäre mein Hund ein Mensch, wäre er…? Chica wäre ein Stille-Wasser-Mensch, der immer seinen Willen durchsetzt. Cora ein Triathlon-Athlet.

Ich liebe Hunde, weil…? Sie mir zeigen, wie toll das Leben ist und wie man es am besten meistert.