richtig loben

14. Februar 2017 // Woche 26

Hallo ihr Lieben,
wir sind es wieder!

Spätestens jetzt mit Kapitel 2 Lektion 8, wird es ernst mit dem Home-Training. Vorbei ist es mit dem Abgleichen der Lektionen mit den eigenen oder bekannten Hunden. Jetzt ist Rechnen und Denken auf Verwaltungsebene angesagt. Aber ich habe gute Vorsätze und bin motiviert.

Typisch ich

Typisch für mich: Ich überfliege die Lektionen, nicke bei allem, was ich erwartet habe und gehe gleich zum Quiz: der totale Reinfall. Also nochmal alles lesen, Quiz wiederholen. Geht doch. Zeit wird’s für Denkmodelle. Einen eigenen Platz brauche ich nicht, weil ich ja nicht hauptberuflich Trainer werden will und nur einspringen, wenn andere keine Zeit haben. Das stelle ich mir auch als Beginner gut vor, weil ich erst mal unter Aufsicht arbeiten kann und nicht sofort auf mich allein gestellt bin. Dazu wäre ich auch viel zu unsicher und anfällig für jeden der genannten Fehler.

Ganz schön schwierig

Ich lasse mich gerne auf Gespräch ein, Small Talk mit einem hartnäckigen Kursteilnehmer wäre deshalb vorprogrammiert. Sehr gut gefällt mir die Strukturierung der Stunden, weil ich sie so nicht kenne. Auch das positive Verpacken von Interventionen an den Halter gefällt mir gut.

Ich nehme mir fest vor, mit all den „Nein, nicht so“ und „Herrjeh schon wieder falsch“ Zwischenrufen, die ich auf fast jedem Hundeplatz höre, gar nicht erst anzufangen. Wobei: Bei den Hunden rutscht es mir immer wieder raus. Vor allem, wenn sie scheinbar mutwillig zum xten Mal statt den Ball in meine Richtung zu treiben, ihn fröhlich und eifrig irgendwohin schieben.

In der Paxis…

Ohne Hunde kann ich’s schon gut: Hey hey, schieb hiiiiier zu miiier inklusive positivem Feedback, wenn die Richtung auch nur zwei Zentimeter korrekt ist. In der Praxis frustriere ich vor allem die Große, die so schrecklich gerne alles richtig machen will, mit meinem „Neee, nicht schon wieder“. Das Vermaledeite, und da wird’s den Kunden auch nicht anders gehen: Daheim, unter sechs Augen, bin ich vorbildlich, habe Engelsgeduld und lobe auch wirklich im Koloratursopran. Aber wenn Publikum da ist, wenn alle zuschauen und die verdammten Hunde so tun, als hätten sie noch nie die Signale gehört, dabei auch noch lustig wedeln, dann packt’s mich immer wieder. Trotz aller Vorsätze. Noch doofer ist es, dass ich bei anderen immer und sofort merke, wenn sie sieben Mal schimpfen und einmal nicht gerade überschwänglich loben. Dann zuckt’s in mir und ich will eingreifen. Werde ich auch tun, wenn ich mal Trainerstunden gebe.

Meine guten Vorsätze:

Nur im Ausnahmefall negativ reagieren und dafür auch mal Selbstverständlichkeiten mit entzückter Reaktion zu belohnen. Das hebt ihre Motivation und meine auch, was will man mehr?

Name: Uschi Birr

Namen der Hunde: Chica, Cora

Wer bin ich? Hundefreundin, Menschenfreundin, Journalistin

Wäre mein Hund ein Mensch, wäre er…? Chica wäre ein Stille-Wasser-Mensch, der immer seinen Willen durchsetzt. Cora ein Triathlon-Athlet.

Ich liebe Hunde, weil…? Sie mir zeigen, wie toll das Leben ist und wie man es am besten meistert.