rassehunde

13. April 2017 // Woche 31

Hallo ihr Lieben,
wir sind es wieder!

Kapitel 3 von Lektion 9 wird im zweiten Teil superspannend: Rassehunde und Rassenkunde. Die Rassekunde ist für mich problemlos, ich habe jahrelang Rasseportraits geschrieben. Aber die Skalen von Jagd-Motivation, Territorialer Verteidigung, Reaktivität und Kooperationsbereitschaft mit dem Menschen auszufüllen und miteinander zu vergleichen, macht erstens Spaß und zweitens verdeutlicht es megastark die Unterschiede zwischen den Rassen.

Ich analysiere China und Cora

Selbstverständlich habe ich sofort Skalen meiner beiden gescribbelt und sie mit den Durchschnittshunden verglichen. Das ist vermutlich ein Trick, denn „den Durchschnittshund“ dürfte es gar nicht geben und kein Hundehalter will auch hören, dass er einen Durchschnittshund hat. Ich habe jedenfalls keine und sehe im Kreuz deutlich, dass die Hunde sich gegenseitig mehr beeinflussen als ich. Chica zum Beispiel hat sich selbst beigebracht (jedenfalls glaube ich das) Cora wie ein Treibhund zu mir zurückzubringen, wenn ich nach Cora rufe. Die kleine fetzt dann los und kneift die Große in den Hinterschenkel, bis die in gerader Linie zu mir läuft. Und Cora? Ist ein halber Windhund. Zieht jeden Morgen beim ersten Spaziergang ziellos ihre Kreise in irrwitzigem Tempo. So lange, bis ich sie abrufe (und Chica das unterstützt), sonst würde sie wahrscheinlich endlose Kilometer ihre Runden laufen. Nicht hinter irgendeinem Opfer her, sondern einfach so, aus Lust am Rasen. Das hat die Kleine mit ihren sieben Jahren schon längst hinter sich, Ihr genügen ein paar Spurts zu Cora und zurück, während des restlichen Spaziergangs bleibt sie mit auf den Fersen. So viel zum Thema: ich analysiere meine Rassehunde.

Rassehunde auf dem Hundeplatz

Selbstverständlich habe ich auf dem Hundeplatz auch solche Profile erstellt, die Versuchung war einfach zu groß. Und erlebt, dass meine Skalen sich nicht deckten mit den Vorstellungen der Halter. In den Diskussionen, die sich um die Grafiken drehten, habe ich immer nachgegeben. Auch wenn ich glaubte, Recht zu haben. Aber warum soll ich einen stolzen Hundehalter, dessen Bild vom eigenen Hund identisch ist mit dem der Rassebeschreibung, verunsichern? So lange er glücklich damit ist, gibt’s doch keinen Grund, ihm zu widersprechen. Die Skalen werden bei mir zur Sucht. Ich kann auch beim Rausgehen mit den Hunden nicht widerstehen, fremde Rassehunde zu beobachten und grafisch zu „beurteilen“. Schade, dass nicht alle sich outen.

Fazit:

Das Zusammenspiel mit dem Menschen sieht man ja schnell, aber die Reaktivität und Jagd-Motivation ist schon schwerer zu erkennen. Und ob Territoriale Verteidigung bei einem dieser Hunde eine Rolle spielt, ist draußen kaum auszumachen. Also müssen die Nachbarshunde dran glauben. Immerhin, dank meiner über fünfzig geometrischen Zeichnungen bin ich fit fürs Quiz und bestehe mit Bravour. Schade, dass es diesmal so wenig Fragen waren.

uschi-birr-profilbild

Name: Uschi Birr

Namen der Hunde: Chica, Cora

Wer bin ich? Hundefreundin, Menschenfreundin, Journalistin

Wäre mein Hund ein Mensch, wäre er…? Chica wäre ein Stille-Wasser-Mensch, der immer seinen Willen durchsetzt. Cora ein Triathlon-Athlet.

Ich liebe Hunde, weil…? Sie mir zeigen, wie toll das Leben ist und wie man es am besten meistert.