Arrangement aus Calendula, Mörser und Stößel, Salbe und Tinktur auf Holztisch
9. Juli 2019 /
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Pfotenschutz für den Hund: Calendulasalbe blitzschnell hergestellt

Am Wochenende war es wieder soweit. Jörg und ich hatten frei, die Blüten der Calendula in unserem Beet standen farbenfroh und prächtig Richtung Sonne. Zeit und Lust war somit vorhanden, wieder Calendulasalbe für den Eigenbedarf herzustellen.

Calendula, auch als Ringelblume bekannt, wird für viele tolle Eigenschaften geschätzt, die dem Körper gut tun. Ein ganz simples Beispiel ist zum Beispiel die Ballenpflege beim Hund. Ein bisschen Wellness für die Hundepfote, wenn sie zu rau sind. Ziehe für die Einwirkzeit am besten einen Socken über die Pfote, sonst hast Du die Öl-Tapser auf dem Boden verteilt ;-)).

Man spricht der Calendula immunstärkende, antiphlogistische, der Wundheilung unterstützende und auch antimikrobielle Eigenschaften zu. Somit kann diese in jedem Haushalt gut gebraucht werden, schließlich ist ja immer irgendetwas, wenn man Hunde und Kinder hat … ;-).

 

Wie wendet man Calendula an?

 

In der Tierheilpraxis findet die Ringelblume mehrere Verwendungsmöglichkeiten, entweder als Spüllösung, oder als Kompresse. Auch helfen Tinkturen und Salben, die bei Entzündungen der Haut und Schleimhaut ihren Einsatz finden können. Du hast also die Qual der Wahl. Besprich Dich gerne mit Deinem Tierheilpraktiker, ob Calendula etwas für Deinen Hund ist. Oft findest Du die Calendula auch in Kombinationspräparaten aus der Naturheilkunde, wie etwa mit Augentrost, Rosenwasser oder Kamille.

 

Es gibt mehrere Möglichkeiten Calendulasalbe herzustellen – hier mein Rezeptvorschlag:

 

Du benötigst zur Herstellung:

 

  • circa 1 bis 2 Tassen frische Ringelblumenblütenblätter. (Wenn Du auf getrocknete Blätter zurückgreifst, benötigst Du weniger.)
  • 250 ml Olivenöl
  • circa 25 g Bienenwachs
  • circa 2 große Schraubgläser (je 250 ml Fassungsvermögen
  • ein engmaschiges Sieb
  • zwei saubere Töpfe

 

Zubereitung Calendulasalbe:

 

  1. Fülle das Olivenöl in einen Topf und erwärme es auf circa 70°C.
  2. Zerkleinere die Calendula und gebe diese dem Öl hinzu.
  3. Rühre beständig – die Blüten sollten aber nicht kochen.
  4. Nach 15 Minuten siebe die Masse ab und fange das Öl in dem zweiten Topf auf.
  5. Stelle diesen nun auf die Herdplatte und führe das Bienenwachs hinzu. Die Masse sollte solange erwärmt werden bis das Wachs geschmolzen ist. Rühre fleißig weiter.
  6. Die Gläser – die zuvor ausgekocht werden sollten – können nun befüllt werden. Lass die Salbe auskühlen. Dann verschließe sie und lagere sie im Kühlschrank.

 

Wenn Du mit niedrigeren Temperaturen arbeitest, dann verlängert sich die Erwärmungszeit. Plane bei einer Temperatur von 40°C ruhig 2 bis 3 Stunden ein, die Du Deine Salbe auch rühren und „betreuen“ musst.

 

Hast Du auch noch tolle Rezepte und Ideen?

Dann stelle sie gerne unten über die Kommentarfunktion ein.

Ich bin sehr gespannt, wie Dir die Salbe gelungen ist.

Alles Liebe

Deine Tina

Kristina Ziemer-Falke

Sie ist Hundetrainerin und Verhaltensberaterin mit Leib und Seele. Ihre zahlreichen ergänzenden Ausbildungen auf dem Gebiet der Hundeerziehung und -ernährung, der Tierheilpraxis und des Hundesports sowie ihre langjährige Praxiserfahrung als Dozentin und Hundetrainerin machen Sie zu einer echten Hunde- und Menschenversteherin. Doch ihr Herz schlägt nicht nur für Vierbeiner. Kristina engagiert sich stark für den Nachwuchs und ist aktiv im Prüfungsausschuss der Tierärztekammer Niedersachsen für Hundetrainerzertifizierungen. Mit ihrem Mann Jörg teilt sie ihre große Leidenschaft. 2011 gründeten sie gemeinsam das Ziemer & Falke-Schulungszentrum, das sie seither mit viel Herzblut und Erfolg und zahlreichen Standorten in ganz Deutschland führen.

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