Hundehalter bindet seinem Hund einen Maulkorb um

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Maulkörbe haben ihren Ruf weg! Die einen Hundehalter empfinden sie als sinnvoll, die anderen sehen eine Provokation darin. Schauen wir uns das Thema doch mal genauer an.

 

Was spricht für Maulkörbe?

 

Maulkörbe werden in vielen Fällen empfohlen, nicht nur, weil diese die Öffentlichkeit schützen können, wenn ein Hund Aggressionen gegenüber zum Beispiel Menschen oder anderen Hunden zeigt. Vielmehr können sie zur Prävention genutzt werden, wenn …

 

  • … Du einen „Staubsaugerhund“ hast, der gerne alles – und somit auch Giftköder aufnehmen würde. Funktioniert Dein sicherer Abruf noch nicht perfekt und Du kannst Deinen Liebling nicht abrufen oder es kam gar zu einer Fehlverknüpfung, dass er gelernt hat, sobald Du in der Nähe des „gefundenen Schatzes“ auftauchst, seinen Schatz noch schneller herunterzuschlucken.

 

  • … Dein Hund selbst rechtliche Auflagen bekommen hat. Vielleicht ist in der Vergangenheit etwas passiert und Dein Hund muss nun einen Maulkorb tragen. Hierbei geht es nun gar nicht darum, wer nun Schuld hat, sondern es ist erst einmal eine Sicherheitsmaßnahme, dass kein weiterer Schaden geschieht – weder für andere, als auch den betroffenen Hund selbst. Denn sollte (noch mal) etwas geschehen, stehen die Chancen für den Hund oftmals nicht so günstig.

 

  • … vielen Hundehaltern gibt ein Maulkorb Sicherheit. Sie wissen, dass ihr Hund nicht beißen kann. Dies löst meistens bessere Führungsqualitäten aus, die sich auf den Hund übertragen. Die Spaziergänge werden für Hund und Halter meist entspannter.

 

  • … ist ein Hund von Anfang an positiv an einen Maulkorb gewöhnt und trägt ihn gerne, sieht er ihn eher als Trainings- oder Arbeitsgegenstand an, anstatt eine emotionale Belastung, wie wir Menschen ihn oftmals ansehen.

 

Umgekehrt kann man auch die Hundehalter verstehen, die den Maulkorb als Belastung sehen. Allerdings kann man hier noch weitere Tipps geben, dass der Maulkorb eben nicht als negativ empfunden wird.

 

Was spricht gegen Maulkörbe?

 

  • „Der Hund wird als gefährlich eingestuft, wenn er einen Maulkorb trägt.“ Ich denke, dass wir uns da alle einig sein können, dass es immer Menschen geben wird, die aufgrund der bloßen Tatsache, dass Hunde einen Maulkorb tragen – unwichtig, aus welchem Grund – erst einmal ein blödes Gefühl haben und der eine oder andere tatsächlich aus diesem Grund die Straßenseite wechselt. Dies löst beim Hundehalter das Gefühl aus, dass er selbst und der Hund abgelehnt werden. Wenn ein Mensch sich so verhält, können wir wenig ausrichten. Lass ihn in diesem Augenblick die Straßenseite wechseln, denn auch Du weißt nicht, ob er dies aus Furcht vor dem Hund tut oder ihm der Bürgersteig nicht einfach nur zu eng ist. Bedenke, dass es zig Gründe geben kann, warum Menschen einen Abstand halten können. Auch gibt es die Situation, dass sie weder Angst haben, noch den Hund gefährden wollen, sondern eher deeskalieren wollen und den Hund in keine Enge treiben wollen, die durch zu viel Nähe entstehen könnte. Solange Du den Grund also nicht weißt, warum andere Menschen einen Abstand halten, interpretiere nicht zu viel in deren Verhalten, es macht Deine Gefühlswelt nur schwerer, die sich auf Deinen Hund überträgt.

 

  • „Mein Hund kann sich nicht verteidigen, wenn ein anderer Hund Aggressionen ihm gegenüber zeigt.“ In der Tat hat ein Hund mit Maulkorb schlechte Karten, wenn er mit einem anderen Hund kommuniziert und dieser Aggressionen zeigt. Werden zwei Hunde zueinander geführt, etwa, weil sie sich kennenlernen sollen, wäre eine sinnvolle Unterstützung, wenn beide Hunde einen Maulkorb tragen würden. Weiterhin solltest Du auch Kombinationen frühzeitig verhindern, so dass ein Hund, der keinen Maulkorb trägt, aber eine Provokation für Deinen Hund darstellt, erst gar nicht zu Deinem Hund laufen darf. Verhindere den Kontakt und entspanne dadurch die Situation und Deinen Hund! Sei hier vorausschauend, Dein Hund wird es Dir danken.

 

  • „Ich mag den Maulkorb auch nicht“. Das ist natürlich eine Voraussetzung, an der wir arbeiten müssen. Die Stimmungsübertragung ist allgegenwärtig und Dein Hund würde sofort merken, dass Du dem Maulkorb gegenüber ein ungutes Gefühl hast. Daher solltest Du hier einen Neustart machen. Am besten mit einer neutralen Person – einem Hundetrainer – der Dich coachen kann, wie Du einen Maulkorb antrainieren kannst und zwar so, dass Du und Dein Hund Spaß daran haben! Das ist enorm wichtig. Hast Du eine Auflage bekommen oder verreist ins Ausland, wirst Du nicht um das Tragen eines Maulkorbs herumkommen. Unterstütze Deinen Hund, in dem Du ihn motivierst, dann wird er ihn auch gerne tragen und es lebt sich für Dich und Deinen Hund leichter.

 

Setze Dich mit der Thematik Hund und Maulkörbe auseinander und nimm Dir genügend Zeit dafür. Es ist wichtig, dass der Hund seinen neuen Freund, den Maulkorb, GERNE trägt. Dazu muss er in Ruhe antrainiert werden. Einfach drauf und los ist keine sinnvolle Trainingseinheit. Wir haben für Dich eine kleine Maulkorbfibel geschrieben, darin erhältst Du sinnvolle Tipps, welcher Maulkorb für Deinen Hund am besten geeignet ist und wie Du ihn am besten Schritt für Schritt trainieren kannst – und das mit Spaß!

Schau in unserem Onlineshop „Hundetrainer-Helferlein“ vorbei, dort steht Dir das Maulkorbtraining zur Verfügung, als auch noch viele andere spannende Hundethemen, die Dich begeistern könnten.

Erzähl mir ruhig von Deinen Erfahrungen rund um den Maulkorb, tausche Dich hier gerne mit anderen Hundehaltern und Trainern aus, denn sicher hat jeder seine Erfahrung mit Maulkörben schon mal gemacht und kann ein Lied davon singen.

Alles Liebe

Deine Tina