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Thema der Woche – Hundebegegnungen Teil 2

HALLO IHR LIEBEN,
WIR SIND ES WIEDER!

Du siehst von weitem ein Mensch-Hund-Team und würdest ein Zusammentreffen am liebsten vermeiden? Damit bist du nicht alleine. Wir alle hatten schon ziemlich unschöne Hundebegegnungen und viele von uns Hundebesitzern würden sich zu gerne aus der Nummer herauszaubern. Damit du in Zukunft positive Gedanken hast und die Situation meistern kannst schreibe ich dir hier im zweiten Teil zu diesem Thema ein paar Tipps auf, wie ich die Hundebegegnungen meistere.

1. Tipp – Fokus ändern

In der letzten Woche hatte ich geschrieben, dass wir unseren Fokus ändern bzw. neu ausrichten müssen. Was ich damit meine ist „ganz einfach.“ Denk nicht an das, was passieren könnte oder an das, was euch schon Schlimmes widerfahren ist. Bleib in der Gegenwart, denn nur so kannst du deine Handlungen beeinflussen ohne in Panik zu geraten. Konzentriere dich auf DICH und deinen Hund und eben NICHT auf das andere Mensch-Hund-Team. Je öfter du übst, dich auf dich selbst und deinen Hund zu konzentrieren und das andere Mensch-Hund-Team völlig ausblendest, wirst du merken, wie dein Hund anfängt sich an dir zu orientieren und euch der andere Hund egal wird.

2. Tipp – Bei Hundebegegnungen entspannt bleiben

Wenn eine Hundebegegnung bevorsteht, dann versuche ich ganz entspannt zu bleiben. Die Leine verbindet dich und deinen Hund und selbst die kleinste Änderung der Leinenspannung wird bemerkt. Du überträgst unbewusst deine Stimmung auf ihn, deshalb ist es umso wichtiger in dieser Situation, an etwas Schönes zu denken. Denk an deinen letzten Urlaub oder an die Kuschelstunden mit deinem Hund. Wenn du an etwas denkst, was dich glücklich macht, ändert das automatisch deine Stimmung und auch die Stimmung deines Hundes. Probiere einfach mal aus, an etwas zu denken, was dich glücklich macht, am besten dann, wenn du mit deinem Hund alleine unterwegs bist. Na, hat sich was verändert?

3. Tipp – Setz dir ein Ziel

Gerade wenn es dir schwer fällt, entspannt zu bleiben ist es gut für dich, dir ein Ziel zu suchen. Das kann ein Baum, eine Bank oder ein Blätterhaufen in der Ferne sein. Wichtig ist nur, dass du dich auf dieses Ziel fokussierst und dir immer wieder im Kopf sagst: „Das ist mein Ziel und dorthin gehe ich!“ Du lässt das andere Mensch-Hund-Team außer Acht und läufst mit deinem Hund geradewegs auf dieses Ziel zu. Da du nun einen Plan hast vermittelst du deinem Hund Sicherheit, was sich positiv auf eure Begegnung auswirken wird.

4. Tipp – Stress aus der Situation nehmen

Gerade wenn dein Hund in schwierigen Situationen noch nicht leinenführig ist, finde ich diesen Tipp einfach wunderbar. Um die Spannung aus der Situation zu nehmen, laufe ich einen kleinen Bogen vom entgegenkommenden Hund weg. Das nimmt ein wenig die Spannung aus der Situation. Wieso sollte ich meinen Hund jetzt durch die Hundebegegnung „zwingen“, wenn ich ein bisschen ausweichen kann? Mach lieber Platz und erspare dir unnötigen Stress! Ist dein Hund wirklich in jeglichen Situationen leinenführig, wirst du den Bogen gar nicht mehr benötigen.

5. Tipp – Aufgaben geben

Was mache ich wenn ich nicht ausweichen kann? Auch hierfür gibt es eine super Alternative. Stell dich an den Wegrand und gib deinem Hund eine Aufgabe. Natürlich sollte diese Aufgabe vorher gut antrainiert worden sein, sodass du sie in dieser Situation auch abrufen kannst. Sprich diese Aufgabe sollte auch bei Ablenkung klappen. Das kann ein einfaches Sitz oder ein Kunststück sein.

So geht es weiter:

So nun hast du 5 wertvolle Tipps für deinen nächsten Spaziergang mit dabei. Vielleicht helfen dir diese weiter. Hundetraining passiert nicht von heute auf morgen, es ist immer ein Prozess. Natürlich passt nicht jedes Training zu allen Mensch-Hund-Teams, weshalb wir Hundetrainer jedes Training individuell an das Team anpassen. In diesem Eintrag gebe ich dir lediglich Tipps, wie ich meine Hundebegegnungen meistere. Helfen dir diese Tipps nicht weiter, solltest du einen professionellen Hundetrainer zu Rate ziehen. Dieser kann für euch einen individuellen Trainingsplan erstellen und den Grund herausfinden, wieso dein Hund in diesen Situationen so reagiert.

Pfote, Lisa & Finn