Auslastung und Ruhepausen beim Hund

Thema der Woche – Auslastung und Ruhepausen beim Hund

HALLO IHR LIEBEN,
WIR SIND ES WIEDER!

Hast Du einen Hund der Hummeln im Hintern hat und immer gerne was unternehmen möchte oder gehört dein Hund eher zur Fraktion Couch Potato?

Ich hatte schon beide Extremen bei mir zu Hause. Wie ich es geschafft habe einen guten Mittelweg zu finden, so dass unsere Beziehung harmonisch und ausgeglichen ist, meine Hunde weder Trainingseinheiten einfordern noch den ganzen Tag im Körbchen vor sich hin dösen, erzähle ich Dir im heutigen Tagebucheintrag.

Auslastung und Ruhepausen

Zuerst einmal definiert jeder Ruhe oder Action im Alltag mit Hund anders.  Das ist auch völlig in Ordnung so. Ich möchte auch nicht alle Hunde in einen Topf stecken, denn jeder Hund hat ein anderes Ruhebedürfnis oder möchte unterschiedlich stark ausgelastet werden.

Ich erkläre Dir heute nur, wie ich es geschafft habe, ein Gleichgewicht zwischen Ruhe und Auslastung herzustellen, so dass meine Hunde weder Überfordert noch Unterfordert sind.

Zuerst zum Thema Auslastung

Hier habe ich mich wirklich mal bewusst damit befasst, was gefällt meinen Hunden und vor allem was tut meinen Hunden gut. Ich war früher im Turnierhundesport tätig, doch das pushte meine Hunde viel zu sehr, weshalb wir uns gegen diese Auslastung entschieden haben. Früher habe ich auch super gerne Ball mit Finn gespielt, doch das wurde dann zu extrem und Finn wurde Balljunkie. Aus diesem Grund haben wir uns für die kognitive Auslastung entschieden. Wir haben mega viel Spaß im Degility Parcours und bei der Nasenarbeit. Degility schult die Konzentration und unterstützt den Bewegungsapparat. Nasenarbeit lastet den Hund geistig super gut aus, sodass meine Zwei davon wirklich müde sind.

Ich lege hier ganz gerne kleine Fährten aus oder verstecke den Futterdummy.

Wir machen immer mal wieder kleine Auslastungseinheiten, allerdings nicht jeden Tag. Ich integriere aber hin und wieder kleine Suchspiele auf unseren Gassirunden. Auf unseren Gassirunden ist mir auch wichtig, dass sich meine Hunde sich ohne Leine und auch wenn sie vor mir laufen an mir orientieren. Hin und wieder mache ich hier auch kleine Übungen, um die Aufmerksamkeit meiner Hunde zu testen, ansonsten dürfen sie mit ihren Nasen die Welt entdecken.

Ich hab hier keine bestimmte Regel, sondern hab ein gutes Bauchgefühl dafür entwickelt, wann ich welche Übung mache. Mir ist hier eben nur wichtig, dass meine Hunde die Trainingseinheiten nicht einfordern, sondern auch mal ein paar Tage ohne große Auslastung auskommen, falls ich krank im Bett liege oder auf Schulung und nicht zu Hause bin.

Zum Thema Entspannung

Samu muss man manchmal zur Ruhe zwingen, da er vor Energie nur sprüht. Aber gerade die Ruhe ist im Zusammenleben mit Hunden wichtig. Wusstest Du, dass Hunde je nach Alter ein Ruhebedürfnis zwischen 17 und 20 Stunden am Tag haben. Wahnsinn oder? Ruhephasen sollte man auch einhalten, denn das kennst du bestimmt selbst, wenn Du total übermüdet bist, ist nicht wirklich was mit Dir anzufangen.

Damit Finn und Samu zur Ruhe kommen, haben beide ihren festen Ruheplatz. Finn zieht sich gerne zurück in seine Transportbox, Samu holt sich seine Ruhe beim Kontaktliegen. Egal, ob er bei Finn oder mir liegt, aber hier kann er am besten entspannen.

Ich bin gerade dabei, das Entspannen auf Signal zu setzen. Sprich, ich werde später nur noch „RELAX“ sagen und meine Hunde fangen im besten Fall sofort an sich zu entspannen.

Das hilft nicht nur zu Hause im alltäglichen Umfeld, sondern Du kannst es so weit trainieren, dass man es auch beim Tierarzt anwenden kann.

Fazit

Du fragst Dich nun, wie ich den Mittelweg gefunden habe? Durch beobachten. Ich habe meine Hunde beobachtet, welche Auslastungsart für sie die beste ist, so dass sie auch wirklich ausgelastet werden und nicht danach total gestresst zu Hause liegen und nicht runterfahren können.  Als ich die gefunden hatte, habe ich probiert, wie oft und wie viel Auslastung gut ist und schnell hat sich ein gutes Bauchgefühl eingestellt, wann ich welche Übung mache und so handhabe ich das bis heute. Es gibt keine feste Zeiten, wo trainiert wird, sondern immer dann, wenn wir alle wirklich Lust drauf haben.

Mit der Ruhe war es ähnlich. Finn hat sich immer von selbst zurückgezogen, wenn er gemerkt hat er brauch eine Pause. Die gebe ich ihm auch immer, sprich ich lasse ihn komplett in Ruhe. Ich spreche ihn nicht an, fasse ihn nicht an und lass ihn einfach friedlich in seiner Box schlummern. Bei Samu war das Ruhe einfordern am Anfang wichtig, denn er kannte seine Grenzen noch nicht und ich wollte eben keinen übermüdeten Welpen zu Hause haben. Immer wieder habe ich ihn auf seine Decke geschickt und ihn ganz langsam gestreichelt, so hatte er dann verstanden, wenn ich ihn auf die Decke schicke ist Pause angesagt. Heute macht er das auch von selbst, allerdings legt er sich dann immer zu Samu oder zu mir ran.

Pfote, Lisa & Finn