Hund hat Nuss-Nougat-Creme vom Frühstückstisch gemopst
13. Mai 2019 /
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  • Training & Verhalten

Lernerfahrung

Während ich hier sitze und schreibe, besser gesagt noch darüber nachdenke, was ich schreiben könnte, bietet einer unserer Hunde die beste Vorlage. Denn während ich grüble, was Dich interessieren kann, werde ich von meinem Hund beobachtet. Er wartet darauf, dass ich mich voll und ganz auf den Bildschirm konzentriere …

… und dann ist da dieses Geräusch – ein Klappern, nicht wirklich laut, aber konsequent und immer wiederkehrend. In der Tat stört es mich zuerst auch nicht so, als dass ich nun aufstehen und nachsehen will. Nein, die ersten 15 bis 20 Klappergeräusche lasse ich zu. Allerdings hat mein Gehirn das Geräusch registriert und schließlich mache mich doch auf, um zu forschen, was los ist.

Und da ist auch schon die Auflösung: Als ich nun aufstand und meinen Hund suchte, finde ich ihn nun vor dem Esstisch stehend (Frau Meier hat eine Größe, dass sie nicht draufspringen muss, sondern herablassend draufschauen kann …) und genüsslich die Zunge (ihre sehr lange Zunge!) in ein umgekipptes Nuss-Nougat-Creme-Glas steckt. Dabei stößt dieses an den danebenstehenden Teller und verursacht das besagte Klappergeräusch.

Prima: Kurzes Innehalten, sowohl bei ihr, als auch bei mir. Wer nun blinzelt hat verloren. Frau Meier wartet ab und setzt sich – hinsetzen ist schließlich immer gut, da freuen sich Herrchen und Frauchen immer so. Ja Tina, ernst bleiben oder nicht?! Ich entscheide mich – oder besser gesagt, mein Körper nimmt mir die Entscheidung ab – für einen herzhaften Lachanfall. Das Bild ist einfach zu schön und das Timing sowieso für die Katz´.

Vor allem, was soll ich nun korrigieren? Am besten wohl mich selbst. Die Lösung heißt: AUFRÄUMEN – und nicht den Frühstückstisch stehen lassen und danach in den Arbeitsmodus fallen. Es liegt also wieder an einem selbst, wie der Hund reagiert. Ich habe ihm die Chance gegeben, dass er sich auf dem Frühstückstisch austoben kann. Der Hund geht davon aus, dass es „ok“ ist, schließlich habe ich keinerlei Anstalten gemacht, ihn abzuhalten, eine Alternative anzubieten oder mit ihm jemals trainiert, dass es etwas Besseres gibt und er sich direkt ein gesünderes Lebensmittel organisiert …

Folglich streichen wir das auf unserer Liste als Lernerfahrung ab – zumindest für mich. Ab morgen werde ich ordentlich …

Aber ich bin mir sicher, dass Du auch solche kleinen oder großen „Patzer“ im Alltag kennst, von denen man sich fragt, soll ich nun lachen oder weinen?! – Geschichten, die das Leben mit Hund lebenswert machen.

Schreibe mir gerne Deine Story in die Kommentare. Ich freue mich drauf!

Alles Liebe und bis bald

Deine Tina

Kristina Ziemer-Falke

Sie ist Hundetrainerin und Verhaltensberaterin mit Leib und Seele. Ihre zahlreichen ergänzenden Ausbildungen auf dem Gebiet der Hundeerziehung und -ernährung, der Tierheilpraxis und des Hundesports sowie ihre langjährige Praxiserfahrung als Dozentin und Hundetrainerin machen Sie zu einer echten Hunde- und Menschenversteherin. Doch ihr Herz schlägt nicht nur für Vierbeiner. Kristina engagiert sich stark für den Nachwuchs und ist aktiv im Prüfungsausschuss der Tierärztekammer Niedersachsen für Hundetrainerzertifizierungen. Mit ihrem Mann Jörg teilt sie ihre große Leidenschaft. 2011 gründeten sie gemeinsam das Ziemer & Falke-Schulungszentrum, das sie seither mit viel Herzblut und Erfolg und zahlreichen Standorten in ganz Deutschland führen.

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