Hundetraining Hund spielt mit Ball
12. April 2016 /
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Lisas Tagebuch – 11 – Hundetraining für Freunde 2

Thema der Woche – Hundetraining für Freunde – Teil 2

HALLO IHR LIEBEN,
HIER MELDEN SICH FINN UND LISA!

Es ist schon wieder eine Woche vergangen – Wahnsinn! Und heute geht es weiter mit dem zweiten Teil meines Tagebucheintrages Hundetraining für Freunde“ mit dem Thema: „Der Weg zum entspannten Spaziergang“. Viel Spaß beim Lesen.

 

 

Hundetraining für Freunde

Ganz kurz vorweg

Damit die Spaziergänge nicht nur eintönig und langweilig für Mensch und Tier sind, lasse ich mir immer wieder neue Ideen einfallen, die nicht nur dem Hund Spaß machen, sondern auch dem Menschen. Meine Gedanken und Ideen werden von Finn und mir auf diversen Spaziergängen auf Herz und Nieren geprüft, sodass ich diese immer mal wieder in mein Training mit einfließen lassen kann. Wenn ihr feststellt, dass euer Hund euch auf dem Spaziergang nicht mehr wahrnimmt, dann baut kleine Übungen ein, bei denen er ein wenig sein Köpfchen anstrengen muss. Ihr werdet merken wie toll euch euer Hund findet und wie er auf weitere Anweisungen von Euch wartet. Nun aber…

Zurück zum Thema Hundetraining

Letzte Woche habt ihr schon Mal einen kleinen Einblick in eine meiner Traingsstunden erhalten. Zu einem entspannten Spaziergang gehört allerdings noch mehr – finde ich zumindest. Nämlich den Hund von der Leine lassen, sodass er sich frei bewegen kann und man nicht immer auf die Leinenführigkeit achten muss. Natürlich nehme ich Rücksicht auf andere. Wenn uns jemand entgegen kommt, wird der Hund angeleint und vorbildlich mit der trainierten Leinenführigkeit an der jeweiligen Person oder Mensch-Hund-Team vorbei geführt. Damit der Freilauf und der Abruf auch im Alltag funktioniert, haben wir das Ganze geübt.

Leinen los!

Unsere nächste Übung bestand daraus, die Hunde von der Leine zu machen. Aber nicht alle auf einmal [und schwups sind alle Hunde verschwunden] – Nein, wir machten während wir liefen, ein Hund nach dem anderen von der Leine. Anfangs bemerkten die Hunde das gar nicht und liefen noch neben ihren Besitzern. Irgendwann fingen sie an zu spielen, allerdings fiel das Spiel viel ruhiger aus, als sonst. Jetzt stellte ich den Haltern eine „gemeine“ Aufgabe. Sie sollten ihre Hunde aus diesem Hundeknäul abrufen und den Hund belohnen wenn er bei ihnen angekommen ist. „Oh Gott, das macht meiner nie“ riefen alle auf! Doch die Aufgabe wurde gestellt und da kommen sie nicht drum herum!

Abrufbarkeit ist wichtig

Immer wieder geht es bei der Gassi-Runde darum, den Hund abzurufen, wenn uns jemand oder ein Auto etc. entgegen kommt. Es ist für mich total wichtig, dass dies zu 100% funktioniert, wenn ich es von Finn erwarte. Deshalb habe ich es auch als Übung mit eingebaut um zu sehen wie die Hunde reagieren. Luna wurde zuerst abgerufen und siehe da, sie kam, als wäre es das natürlichste auf der Welt und holte sich ihr Leckerchen ab. Dann war Schlumpf an der Reihe, auch er kam zu Frauchen und brachte Luna gleich nochmal mit :-D, die hatte nämlich begriffen, wenn jemand ruft gibt es lecker Naschen! Pascha war der nächste, auch für ihn war es selbstverständlich zu Frauchen zu kommen und auch Oskar wich seinem Frauchen nicht mehr von der Seite. Nicht nur die Hundehalter, sondern auch ich waren geplättet, dass diese Übung so gut funktionierte .

Übung: Hundebegegnung

Zu guter Letzt stellen wir noch eine Hundebegegnung nach. Oft höre ich Fragen wie „Wie verhalte ich mich, wenn uns ein anderer Hund entgegen kommt?“ Zu diesem Thema werde ich allerdings einen weiteren Tagebucheintrag schreiben um dies Euch ausführlich erklären zu können.
So die Stunde war um und wir liefen gemeinsam mit den Hunden an der Leine zurück zu den Autos. Nach jeder Stunde, mache ich eine kleine Feedbackrunde. Ich fasse die positiven Erlebnisse der Stunde zusammen und wiederhole nochmals die Verbesserungsvorschläge. Natürlich möchte ich auch von meinen „Test-Kunden“ ein Feedback haben. Das dient mir zur Verbesserung des Trainings und wenn ich positives Feedback bekomme – dass die Übungen auch klappen wenn ich nicht dabei bin – macht es mich natürlich besonders stolz.

Mein Fazit:

Eine super tolle, gelungene Trainingsstunde, die einfach Wahnsinns viel Spaß machte! Nicht nur ich war happy, sondern auch meine Gruppe und ihre Hunde. Es war so schön zu sehen, dass „Leine ab“ nicht „Scheuklappen auf & Ohren zu“ für die Hunde bedeutet. Wir beschäftigten uns auf dem Spaziergang mit den Hunden und genau das ist es, was einen Spaziergang ausmacht. Die Zeit MIT seinem Hund in der Natur zu genießen.
Für mich ist es der wunderbarste Job auf der Welt. Eigentlich ist es gar kein Job, sondern ein Hobby, welches ich gerade zu meinem Beruf mache. Es erfüllt mich jedes Mal mit Freude und bestätigt mich, den richtigen Weg gegangen zu sein. Danke an meine wundervolle Gruppe, mit der ich weiterhin wachsen darf. Es war ein wundervoller Samstagmorgen, so kann das Wochenende immer starten 🙂

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Bis nächste Woche

Pfote, Lisa & Finn

 

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