Hundetraining
5. April 2016 /
  • Tagebuch-Hundetrainerin-Ausbildung

Lisas Tagebuch – 10 – Hundetraining für Freunde

Thema der Woche – Hundetraining für Freunde – eine gute Übung

HALLO IHR LIEBEN,
WIR SIND ES WIEDER!

Seit einiger Zeit gebe ich Hundetraining für Bekannte und Freunde. Natürlich kostenlos, da ich ja noch keine zertifizierte Hundetrainerin bin und den § 11 laut Tierschutzgesetz noch nicht habe. Vom Training profitieren nicht nur meine potenziellen Kunden, sondern auch ich. Das gelernte wird nämlich endlich an meinen Test-Kunden umgesetzt 🙂 Es ist schön zu sehen, dass die Kommunikation zwischen den jeweiligen Mensch-Hund-Teams nach jeder Stunde besser funktioniert.

HundetrainingLisas Freunde und Bekannte nutzen das kostenlose Hundetraining gerne

Hundetraining für Freunde

Eine gute Übung für alle

Heute hab ich eine weitere Stunde gegeben. Es drehte sich alles um den entspannten Spaziergang mit Hund. Da ich leider keinen Übungsplatz zur Verfügung habe, treffen wir uns immer auf einem Parkplatz am Feldrand. Der ist groß genug um die Autos abzustellen und zu trainieren. Bei meinem Gruppentraining handelt es sich schon um fortgeschrittene Hundeführer, genauer gesagt um 4 Hundehalter mit 4 verschiedenen Hunden. Da die Trainingsstunde sehr umfangreich war, habe ich die Tagebucheinträge in 2 Abschnitte unterteilt. Nun kommen wir zum Ersten Teil der Trainingsstunde, nach dem Motto „Der Weg zum entspannten Spaziergang“

Mein Weg, eine Gruppe zu leiten

Gleich zu Anfang und immer wieder zwischendurch gebe ich Anweisungen wie sich meine Gruppe verhalten soll. Natürlich auch dann, wenn sich uns Hunde, Radfahrer oder Jogger nähern. Weiterhin baue ich immer wieder kleine Übungen mit in den Spaziergang ein. So ist es eben nicht „nur ein Spaziergang“ sondern auch einer mit Lerneffekt und Spaß. 🙂 Vor allem müssen sich die Hundeführer so konzentrieren und können nicht viel untereinander quatschen.
Der Sammelplatz ist ca. 100 Meter vom Parkplatz entfernt. Dies ist unser Treffpunkt wo unser eigentliches Training beginnt. Ein Hundeführer nach dem Anderen geht mit seinem Hund entspannt an der Leine zu unserem Sammelpunkt und stellt sich dort auf. Dort lässt der Hundeführer seinen Hund sitzen und hält Abstand zu den anderen Hunden. Manchmal mache ich eine Entspannungsübung bevor wir anfangen. Bei der Entspannungsübung profitiert nicht nur der Mensch, sondern auch der Hund wegen der Stimmungsübertragung. Die Entspannung soll dazu dienen, dass die Menschen nicht so aufgeregt beim Trainings sind und wir in Ruhe beginnen können. Zur Entspannungsübung schreibe ich einen weiteren Tagebucheintrag, damit ihr euch genau vorstellen könnt, wie ich diese Übung gestalte.

Ganz wichtig beim Hundetraining:

Erst einmal bleiben die Hunde an der Leine. Wir laufen nebeneinander und hintereinander den Feldweg entlang. Die Hunde dürfen an der Leine, auch wenn sie sich alle kennen und mögen, keinen Kontakt zueinander haben. Grund dafür ist, da sich die Leinen wenn die Hunde anfangen zu spielen sonst verheddern und ganz wichtig, die Hunde verhalten sich an der Leine anders wie wenn sie freilaufen. Logisch – da der Besitzer am anderen Ende der Leine hängt. Die Hunde sind durch die Leine auch in ihrer Kommunikation eingeschränkt. Aber nicht nur das, denn auch die Leinenagression kann dadurch ausgelöst werden und das wollen wir definitiv vermeiden.
Ein wichtiger Bestandteil eines entspannten Spaziergangs ist, finde ich die Leinenführigkeit. Dieser Teil wird zuvor in einer reizarmen Umgebung geübt. Denn wir wollen ja schließlich einen entspannten Spaziergang und keinen, bei dem der Hund dauernd in der Leine hängt und jeden entgegenkommenden Hund/Mensch anbellt. Natürlich funktioniert die Leinenführigkeit nicht von heute auf morgen und das Training dauert eine Weile. Wie ich Finn die Leinenführigkeit beigebracht habe, könnt ihr im 6.ten Tagebucheintrag nachlesen und euch das dazugehörige Video anschauen 🙂

Unsere kleine Lektion

Nun kommen wir zu unserer kleinen Übung auf dem Spaziergang. Wir haben uns alle in einem Kreis mit unseren Hunden aufgestellt. Einer nach dem anderen ist mit seinem angeleinten Hund in Schlangenlinien durch unseren Kreis gelaufen. Am Ende der Übung sollte sich das Mensch-Hund-Team in die Mitte stellen und den Hund sitzen lassen.
Danach wurde die ganze Übung ohne Leine wiederholt. Ich bat allerdings die Teams, die im Kreis standen, sich mit ihren Hunden zu beschäftigen dh. sie zB. mit einem „Schau“ aufmerksam zu machen. Das Mensch-Hund-Team welches jetzt die Schlangenlinien OHNE Leine durch unseren Kreis machte, bat ich den Hund mit Körpersprache und Stimme mit zu locken. Keiner hielt es für möglich und sagte: „Ja mein Hund rennt bestimmt zu den andern!“ da aber ja alle beschäftigt waren und es ihnen so viel Spaß machte, achteten sie wirklich hervorragend auf ihre Frauchen! Eine wirklich tolle Übung, die nicht nur den Menschen, sondern auch den Hunden Spaß gemacht hat. Jedem meiner Teilnehmer ist sogar aufgefallen, dass die Übung ohne Leine besser funktionierte, als die Übung mit Leine. Sie haben sich viel mehr auf den Hund eingelassen und waren eben nicht mit dem sortieren der Leine beschäftigt.

Was mir wichtig ist:

So – jetzt hattet ihr den Ersten kleinen Einblick in meine Gruppenstunde. Für mich ist es wichtig die Stunde geordnet zu beginnen. Das heißt „Treffpunkt Sammelplatz“ & „Kein Kontakt an der Leine“. Von dort aus gehen wir gemeinsam entspannt mit den Hunden los. Wenn ein Hund anfangs zu aufgeregt ist und an der Leine zieht, wird er am Geschirr geführt sodass wir uns die Leinenführigkeit am Halsband nicht kaputt machen. Darauf achte ich immer sehr und gebe meinen Hundehaltern Tipps zur Verbesserung. Wenn ihr wissen möchtet, welche Übungen ich noch eingebaut habe, dann schaut nächste Woche in meinem Tagebuch vorbei, denn da geht der zweite Teil online.

Bis nächste Woche

Pfote, Lisa & Finn

 

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