• Hundeblog

    Rubrik: Gesundheit

Allergie beim Hund

Allergie beim Hund

Allergie beim Hund

Allergie beim Hund

Wie auch wir Menschen leiden unsere Vierbeiner heutzutage zunehmend an Allergien – nach Expertengaben derzeit etwa 15 % aller Hunde in deutschen Haushalten. Wie wir eine Allergie erkennen und vor allem wie wir unserem Hund helfen können, erfahren Sie hier bei uns.

Allergie beim Hund– was heißt das eigentlich?
Der Begriff kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie „Fremdreaktion“. Das beschreibt in einem Wort sehr gut, was bei einer Allergie passiert: Das Immunsystem des Körpers reagiert überempfindlich auf körperfremde Stoffe aus der Umwelt, mit denen es in Kontakt kommt. Die Stoffe sind an sich ganz harmlos, sie werden sozusagen fälschlich als „gefährlich“ identifiziert und bekämpft. Bei diesen Allergieauslösern (=Allergenen) kann es sich zum Beispiel um Bestandteile der Nahrung handeln oder auch um Pollen, Milben, etc. Oft ist es auch eine Kombination aus mehreren Stoffen, die eine allergische Reaktion auslösen. Man vermutet, dass Allergien absurderweise heute deshalb häufiger auftreten, weil unser Immunsystem weniger zu tun hat. Wir und auch unsere Tiere leben unter viel hygienischeren Bedingungen als früher, so dass unser Immunsystem schneller überreagiert.

 

Wie macht sich eine Allergie beim Hund bemerkbar?
Allergien können plötzlich auftreten. Häufig liegt eine angeborene Neigung vor, die von den Elterntieren an ihre Nachkommen vererbt wird. Der Organismus des Hundes braucht allerdings wiederholten Kontakt mit den Allergenen, bevor die Unverträglichkeit deutlich wird bzw. bis diese entsteht. Denn erst nach mehrfacher Auseinandersetzung mit Allergieauslösern reagiert das Immunsystem.  Das klassische Symptom einer Allergie beim Hund ist heftiger Juckreiz, im Anfangsstadium meist noch ohne Hautveränderungen wie Rötungen oder Ausschlag. Der Hund beginnt, die juckenden Körperstellen intensiv zu belecken, zu kratzen und zu beißen, bis sie schließlich als Folge rot und wund werden. Das ist fatal, denn so verschlimmert er die Symptome und es können zusätzlich Entzündungen der Haut entstehen. Auch chronische Verdauungsstörungen können ein Anzeichen für eine Allergie sein, speziell im Fall von Futtermittelallergien.  Des Weiteren sind gerötete Augen und häufiges Reiben der Ohren und Schnauze mit den Pfoten ein Hinweis. Häufiges Niesen ist bei Hunden eher selten, kann aber im Fall einer Pollenallergie durchaus vorkommen. Klassische Stellen für allergisch bedingten Juckreiz sind: Kopf, Innenseite der Schenkel und die Afterregion.

Wogegen kann ein Hund allergisch sein?
Häufig treten beim Hund vor allem drei Arten von Allergien auf: Flohbiss-Allergien, Allergien gegen Umweltallergene (atopische Dermatitis) oder Futtermittelallergien.
Atopien beginnen meist erst zwischen dem vollendeten ersten Lebensjahr bis zum 6. Danach ist ein erster Ausbruch selten. Milben, Schimmelpilze oder Pollen können unter anderem die Auslöser sein.
Futtermittelallergien treten in jedem Alter auf, in manchen Fällen schon im Welpenalter. Als häufige Allergieauslöser gelten unter anderem Laktose und Weizen. Aber Allergien können theoretisch spontan gegen sämtliche Stoffe, mit denen das Immunsystem Kontakt hatte, entstehen. Also auch gegen Mais, Kartoffeln oder alle anderen Bestandteile der Nahrung.
Bei einer Flohbiss-Allergie ist der Auslöser der Speichel der Flöhe. Der Juckreiz beschränkt sich dabei häufig auf den Bauch und den Rücken des Hundes.

Wie kann man dem Hund helfen?
Manchmal verschwinden Allergien mit der Zeit wieder, meist aber verschlechtern sie sich leider, wenn das Immunsystem des Hundes weiterhin regelmäßig mit den Allergenen in Kontakt kommt. Es ist wichtig, dass dem Hund geholfen wird, denn er leidet sehr unter dem ständigen Juckreiz und kann sich dadurch auch im Verhalten verändern, zum Beispiel schmerzbedingte Aggression zeigen.
Nur der Tierarzt kann beim Verdacht auf eine Allergie eine Diagnose stellen und ausschließen, dass eine andere Erkrankung zugrunde liegt.
Ist klar, dass es sich um eine Allergie handelt, muss gemeinsam mit dem Tierarzt der oder die Auslöser gefunden werden. Das kann eine lange Suche werden. Bluttests können bei Atopie Aufschluss geben, bei Futtermittelallergien ist meist eine sogenannte Eleminationsdiät über viele Wochen erforderlich.
Wichtig ist, den Kontakt mit den Allergenen zu vermeiden oder zumindest auf ein Minimum zu beschränken. Ist dies nicht möglich, zum Beispiel bei einer Hausstauballergie, kann heute auch bei Hunden eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden.


Rassedisposition für Allergie

Eine Reihe von Hunderassen zeigt eine mehr oder weniger starke vererbliche Neigung zu Hautproblemen und Allergien. Dazu gehören beispielsweise der Englische Cocker Spaniel, der West Highland White Terrier, der Labrador, der Boxer, der Deutsche Schäferhund, der Jack Russell Terrier oder die Französische und Englische Bulldogge. Eine genetisch bedingte Getreideüberempfindlichkeit gibt es außerdem nachweislich bei vielen Irish Settern.

Immer cool bleiben

Immer cool bleiben!

Immer cool bleiben

Immer cool bleiben!
Hunde lassen es sich oft nicht anmerken, doch auch sie leiden im Hochsommer unter großer Hitze und zu starker Sonneneinstrahlung. Sie können ebenso wie wir Menschen Sonnenbrand oder schlimmstenfalls sogar einen „Hitzschlag“ bekommen. Es liegt also in der Verantwortung von uns Hundebesitzern, unsere vierbeinigen Freunde richtig und rechtzeitig zu schützen. Auch auf unsere Kunden in der Hundeschule sollten wir achten!

Unsere Tipps:

1. Mittagshitze meiden
Um die Tiere vor Sonnenbrand oder gar Hautkrebs zu schützen gilt wie für uns Menschen: Sonnenbäder zwischen 11:00 und 15:00 Uhr vermeiden. Sie können den Hund zusätzlich an Stellen mit wenig Haaren (Bauch, Ohrspitzen) mit unparfümiertem Sunblocker eincremen. Besonders empfindlich sind unpigmentierte Stellen bei hellen oder sehr kurzhaarigen Tieren, bei denen (rosa) Haut zu sehen ist. Übrigens: Manche Tierärzte empfehlen, auch den Nasenrücken einzucremen, andere raten eher davon ab. Wenn Ihr Hund das zulässt, können Sie es ab und an versuchen. Die sinnvollste Prophylaxe bleibt aber das Meiden der direkten Sonne zur Mittagszeit. Auch bei bewölktem Himmel besteht die Gefahr eines Sonnenbrandes!

2. Schatten ist das A und O
Sie können Ihren Hund mit an den Badesee oder an den Strand nehmen? Herrlich! Aber achten Sie unbedingt darauf, dass für ihn ein Schattenplatz zum Beispiel unter einem Baum oder unter einem Sonnenschirm vorhanden ist und er sich ebenfalls ab und zu im Wasser abkühlen kann und trinken darf, sofern es sich um Süßwasser handelt. Wer am Meer Urlaub macht oder einen Strandtag einlegt, muss Wasser für den Hund einpacken. Übrigens: Nicht alle Sonnenschirme und Sonnensegel halten die UV-Strahlen gleich gut ab. Achten Sie beim Kauf auf entsprechende Hinweise auf der Verpackung oder fragen Sie nach.

3. Höchste Alarmstufe Auto
Man kann es nicht oft genug wiederholen: Den Hund bei Sonne (auch außerhalb der Sommermonate!) nicht im Auto lassen! Bereits 15 Minuten in einem geschlossenen Wagen bei direkter Sonne sind lebensgefährlich. (Quelle: ÄRZTEZEITUNG. Hier finden Sie eine ausführliche Grafik zu Thema). Für sommerliche Aufenthalte im Auto gilt: Nur kurz (!) und nur im garantierten Schatten (z. B. Parkgarage mit ordentlicher Lüftung oder Carport), denn die Sonne wandert, und wo eben noch Schatten war, kann 10 Minute später schon pralle Sonne sein. Außerdem: vier halb geöffnete Fenster, die Durchzug garantieren und natürlich einen gefüllten Wassernapf bereitstellen!
Tipp: Es gibt auch spezielle Haken (Airkit, Abstandhalter oder Aufstellhaken genannt) für die Kofferraumtüre, die diese einen Spalt geöffnet halten. Schutzblenden oder dunkle Folien für die Scheiben verhindern zudem die direkte Sonneneinstrahlung. Übrigens: Wer seinen Hund unvorsichtig in der prallen Sonne im Auto zurücklässt, riskiert sogar rechtliche Konsequenzen. Lesen Sie dazu mehr im CHICO Tierschutzmagazin.

4. Vorsicht bei „Knautschnasen“ und langhaarigen Hunden
Alle kurznasigen Rassen vom Deutschen Boxer bis zum Pekingesen leiden sehr unter großer Hitze, da sich die Folgen ihrer deformierten Atemwege dann besonders bemerkbar machen. Wenn Sie eine solche Rasse besitzen, wählen Sie nur schattige Wege fürs Gassigehen. Längere Touren sollten Sie nur machen, wenn es kühler ist, also morgens oder abends. Achten Sie besonders auf Erschöpfungsanzeichen wie starkes Hecheln oder Hinlegen.

Normalerweise ist das Hundefell ein perfekter Schutz gegen Kälte, Feuchtigkeit, Wind und natürlich gegen Sonne und Hitze. Ein Scheren des Fells im Sommer stört diesen natürlichen Schutz eher, als dass es nützt. Trotzdem: Rassen mit sehr langem und/oder sehr dicht gezüchtetem Fell wie Pekingkesen oder Neufundländer haben Probleme in sommerlicher Hitze. Hier empfiehlt sich, das Fell zu kürzen. Lassen Sie dies aber unbedingt einen Fachmann (Hundefriseur) erledigen, denn falsch oder zu kurz geschorenes Fell bietet unter Umständen gar keinen Sonnenschutz mehr!
 Übrigens: Schwarze Hunde leiden stärker unter Hitze als helle! Und: Besondere Vorsicht auch bei chronisch kranken und alte Hunden.

5. Wasser, Wasser, Wasser – aber das Richtige!
Egal, wo Sie und Ihr Hund sich gerade aufhalten: Trinken ist in der Sommerhitze das Wichtigste – für Sie beide. Am besten packen Sie immer eine Flasche Wasser mit ein. Für den schnellen Drink unterwegs eignen sich für den Hund natürlich auch fließende Gewässer wie Bäche und Flüsse oder größere Seen, in denen er sich zusätzlich abkühlen kann. Vorsicht aber bei kleinen stehenden Gewässern wie Tümpeln oder auch Pfützen! Sie sind vor allem im Sommer häufig voll von Bakterien und anderen Krankheitskeimen wie zum Beispiel den Erregern der gefährlichen Leptospirose, die sich dort gut vermehren können.

6. Training bei Sommerhitze?
Bei großer Hitze auf dem sonnigen Hundeplatz zu trainieren macht keinen Sinn. Hunde wie Menschen schwitzen und sind abgeschlagen – Konzentration gleich Null, ganz abgesehen von der Sonnenbrand- und Sonnnestich-Gefahr. Verlegen Sie also Ihre Trainingsstunden, wenn irgend möglich, in die Morgen- oder Abendstunden oder seien Sie kreativ und bieten Sie beispielsweise eine Trainingseinheit im schattigen Wald an. Seien Sie besonders bei bei älteren Kunden wachsam, die die Sonne in der Regel noch schlechter vertragen! Bieten Sie zum Beispiel Sitzgelegenheiten und Schattenplätze unter einem Sonnenschirm oder -segel an. Reichen Sie Getränke und Sonnencreme und sorgen Sie für Hüte oder Kappen, die sich Ihre Kunden ausleihen können.

Heuschnupfen beim Hund

Heuschnupfen beim Hund

Heuschnupfen beim HundHeuschnupfen beim Hund
Der Frühling bringt Wärme, Sonne und gute Laune. Die Natur erwacht zu neuem Leben – herrlich. Aber so manchen Allergiker bringt das alljährliche Frühlingserwachen eher zur Verzweiflung. Besonders schlimm für viele: der Wonnemonat Mai mit seinen vielen Pollen. Auch Hunde leiden häufig unter „Heuschnupfen“.

Symptome beim Hund
Beim Menschen äußert sich Heuschnupfen mit den klassischen Symptomen: laufende Nase und ständiges Niesen, meist jucken auch die Augen, sind gerötet oder bei heftigen Attacken sogar zugeschwollen. Bei unseren Hunden ist das häufigste Symptom ein starker Juckreiz, der mit oder ohne Hautausschläge auftreten kann.
Niesen und fließender Schnupfen können beim Hund auftreten, sind aber weniger typisch als bei uns Menschen. Bei sehr starkem Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen kann der Hund allerdings Atemprobleme bekommen!
Fällt Ihnen jetzt im Frühjahr auf, dass Ihr Hund unter starkem Juckreiz leidet, besonders nach dem Spaziergang oder nach dem Durchlaufen einer Wiese mit hohen Gräsern, pfeifend atmet und/oder sich vermehrt kratzt, so denken Sie an einen möglichen Heuschnupfen!

Was ist zu tun bei Heuschnupfen-Symptomen?
Lassen Sie sicherheitshalber vom Tierarzt abklären, ob es sich um eine Allergie handelt. Denn der Hund leidet sehr unter dem ständigen Juckreiz, der zur Folge schwere Hautentzündungen mit sich bringen kann. Zudem kann starke Atemnot im Extremfall lebensbedrohlich sein.

Im Mai ist der Höhepunkt der Heuschnupfenzeit
Oft beginnen die ersten Menschen-Nasen schon im Februar zu laufen, wenn die Blütezeit langsam beginnt. Der Mai gilt als schlimmster Monat, denn jetzt kommen zu den bisher fliegenden Pollen noch starke Allergieauslöser wie die Birke, der Spitzwegerich, der Roggen und viele Gräser hinzu. Je nach Temperatur blühen allerdings andere Gräser und Bäume. In sehr warmen Jahren beziehungsweise. wärmeren Regionen kann die Hochphase des Heuschnupfens schon früher beginnen, in kühleren etwas später.

PL – was ist das eigentlich?

ziemer-falke-bild-hundewissen-gesunfheit-pl

PL ist eine Abkürzung für Patellaluxation und die medizinische Bezeichnung eine „verrenkte“ Kniescheibe (=Patella).

Was passiert bei PL
Bei einer Patellaluxation verschiebt sich die Kniescheibe aus ihrer normalen Position. Normalerweise gleitet sie beim Beugen des Gelenkes in einer Knochenrinne am Oberschenkelknochen. Bei einer sogenannten Luxation aber kommt es zu einem „Verrutschen“ oder einem „Verrenken“ des betroffenen Gelenks. Der Hund lahmt und hat Schmerzen.

Gründe für Patellaluxation
PL ist meist auf eine erblich bedingte Fehlbildung des Kniegelenks zurückzuführen beispielsweise eine zu wenig ausgeprägte Gleitrinne im Oberschenkelknochen. Leider sind heute viele Hunderassen von dieser Erbkrankheit betroffen. Seltener handelt es sich bei einer Patellaluxationum das Ergebnis einer Unfallverletzung.
Man unterscheidet je nach Ausprägung der Kniegelenks-Fehlbildung bzw. der Häufigkeit und Heftigkeit der Symptome vier Schweregrade der PL.

Wie kann man dem Hund helfen?
Der Tierarzt muss die verrutschte Kniescheibe wieder einrenken. In der Regel funktioniert das recht gut und ohne Operation. Nur in schlimmeren Fällen – das bedeutet: wenn der Hund permanent Schmerzen hat, die Patella ständig verrutschtund schwer einzurenken ist oder das Tierstark in seiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist, – kann ein operativer Eingriff notwendig werden.Ab Schweregrad 2 kann eine OP sinnvoll sein, bei Schweregrad 4 ist sie ein Muss, um Folgeschäden der Fehlbelastung zu verhindern. Häufig müssen phasenweise Schmerzmittel zum Einsatz kommen.

Welche Rassen leiden häufig an PL?
Von erblich bedingter Patellaluxation sind heute leider sehr viele Rassen betroffen. Häufig sind es Zwerg- und Kleinhunde, darunter Jack Russell und Yorkshire Terrier, Zwergspaniels, Chihuahuas, French Bullysund Toypudel. Bei ihnen verrutscht die Patella meist nach innen. Aber auch eine Reihe großer Rassen hat Probleme mit PL, dazu gehören unter anderem Labrador Retriever, Deutsche Boxeroder Pyrenäenberghunde. Bei ihnen erfolgt die Verrenkungder Patella häufig nach außen. Bei allen Rassen über 50 cm Schulterhöhe ist es angebracht, in der Wachstumsphase darauf zu achten, dass das Tier die Gelenke nicht zu stark belastet und ausgewogen ernährt wird. Auch Übergewicht schadet auf Dauer den Gelenken und kann PL begünstigen.

Stress? Nein, danke!

ziemer-falke-bild-hundewissen-gesunfheit-stress-nein-danke

Unser Alltag ist stressig, laut und voller Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Echte Ruhephasen sind selten geworden. Darunter leiden aber nicht nur zunehmend wir Menschen, sondern auch unsere sensiblen Hunde

Der Hund ist unser „Spiegelbild“
Eigentlich gehört Stress zum Leben. Ja, er ist sogar wichtig, um uns sozusagen in Schwung zu halten. Körperliche und geistige Herausforderungen zu meistern ist außerdem eine gute Sache, ja es macht sogar ungemein zufrieden. Doch danach muss eine Phase der Erholung folgen! Passiert das nicht, so stehen wir unter einer ungesunden und unnatürlichen Dauerbelastung, die uns gereizt und letztlich krank macht. Unsere sensiblen Hunde teilen unser Leben mit uns und sie spüren unseren permanenten Stress. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf sie – denn sie spiegeln oft unseren Gemütszustand wider. Das bedeutet: Sie werden selbst gestresst und leiden darunter.

Stress beim Hund erkennen
Wir Menschen machen es uns oft nicht leicht. Wir wollen mehr als wir schaffen und sind gehetzt und abgearbeitet. Irgendwann, so glauben wir, werden wir uns dann einmal richtig ausspannen – aber das irgendwann kommt einfach nicht. Wir sind gefangen in der Tretmühle. Wir hetzen von A nach B und zwischendrin wird der Hund mal schnell Gassi geführt.Immer gibt es neue Projekte, die abgeschlossen werden müssen, immer neue Aufgaben zu erledigen. Kennen Sie das? Dann beobachten sie Ihren Hund genau: Ist er in letzter übermäßig unruhig und schreckhaft  oder im Gegenteil sehr passiv und müde, so kann das ein Anzeichen für chronischen Stress sein, einen permanenten Stress, der sich sozusagen von Ihnenauf ihn übertragen hat. Weitere Anzeichen können zum Beispielrote Bindehaut, starkes Belecken der Pfoten oder Durchfall sein. Sind organische Ursachen für das veränderte Verhalten ausgeschlossen, so gehen Sie einmal in sich. Kann es sein, dass das Tier unter Ihrem eigenen hektischen Alltag leidet? Dass er gestresst ist, weil Sie es sind und Hektik verbreiten?

Dem Stress richtig begegnen
Jetzt heißt es: „entschleunigen“. Und zwar dringend. Nicht nur um des Hundes Willen, sondern auch um Ihretwillen. Sie werden sehen: Ihrer beider Lebensqualität steigt enorm. Aber was tun? Ganz einfach (und doch so schwer): Bringen Sie Ruhe und Struktur in Ihr Leben!Schaffen Sie bewusst Ruhephasen, die Sie auch einhalten. Zusätzlich dazu sorgen Sie für eine angemessen körperliche Auslastung des Hundes, so dass er in den Pausen zufrieden schlummern und entspannen kann. Sagen Sie Termine ab, die nicht unbedingt nötig sind. Schaffen Sie Rituale für sich und den Hund, die den Tag strukturieren und entspannen (beispielsweise feste Futterzeiten, oder kurze Spieleinheiten).

In der Ruhe liegt die Kraft
So heißt es nicht umsonst! Legen Sie regelmäßig abends zum Relaxen eine Streichelrunde ein: Einfach neben den Hund setzen und eine Weile langsam und ruhig durchs Fell fahren – das entspannt beide, Sie werden sehen. Trainieren Sie außerdem nur mit dem Hund, wenn Sie sich wohl fühlen. Und bleiben Sie öfter mal stehen, besinnen Sie sich auf das, was Sie gerade tun und atmen Sie tief durch! Es ist nicht ganze einfach, sich vom vollgestopften Alltagsstress zu verabschieden. Ja es gehören Mut und Disziplin dazu. Aber es lohnt sich.