Beagle frisst aus Stahlnapf mit Trockenfutter

Es kommt immer wieder vor, dass mir Kunden davon berichten, ihr Hund würde Aggressionen zeigen, wenn sie ihm Futter wegnehmen wollen. Manchmal gebe es auch bereits Probleme, wenn sie sich nur annähern, während er frisst. Viele Hunde neigen zur Futteraggression.

Es gibt verschiedene Ursachen für Futteraggression. Vielleicht hat der Hund im Laufe seines Lebens erfahren, dass Futter eine begrenzte Ressource ist oder aber er hat ungünstige Erfahrungen im Zusammenhang mit Futter gemacht. Es gibt vielerlei Gründe und sie haben immer eins gemeinsam: Ein Hund, der das Bedürfnis hat, sein Futter zu verteidigen, tut dies meist aus der Furcht heraus, er könne sein Futter verlieren. Das gezeigte aggressive Verhalten ist das sichtbare Resultat dieser Sorge um sein Futter.

Um der Futteraggression entgegenzuwirken, müssen wir an dieser Furcht ansetzen. Schaffen wir es, diese Sorge aufzulösen, wird sich auch das daraus resultierende aggressive Verhalten auflösen.

Es gibt verschiedene Managementmaßnahmen. Diese sollten jedoch nur in Absprache mit einem Hundetrainer angewandt werden, damit es nicht zu weiteren Zwischenfällen kommt. Es ist wichtig, auf beiden Seiten das Vertrauen (wieder) aufzubauen. Trainingseinheiten sollten zudem in positiver Stimmung und ohne Zeitdruck erfolgen.

  • Den richtigen Futterplatz finden. Hunde brauchen ein ruhiges Umfeld, in dem sie sich darauf verlassen können, dass sie ihre Umwelt außer Acht lassen können. Um fressen zu können, benötigen Hunde ein stabiles Gefühl von Sicherheit. Wenn sie das in ihrem persönlichen Umfeld nicht bekommen, kann dies zu Missverständnissen kommen, die Sorgen oder Ängste auslösen.
  • Die Annäherung des Menschen in Fress-Situationen wird positiv belegt, indem der Mensch dem Hund zusätzliches noch besseres Futter bringt. Das Gefühl der Sorge wird so in das Gefühl einer positiven Erwartungshaltung oder Entspannung umgewandelt. Werfen Sie Ihrem Hund zu seinem normalen Futter während er frisst noch ein paar besondere Snacks hinzu.
  • Hände werden wieder positiv belegt. Wenn der Hund gelernt hat, dass Hände Futter wegnehmen, soll er nun lernen, dass Hände Futter bringen. Dies geht am besten durch eine teilweise Umstellung auf Handfütterung.
  • Der Hund lernt das entspannte Abgeben von Dingen. Dies baut man über ein Tauschgeschäft auf. Dabei ist es wichtig, dass der Hund zunächst immer etwas Besseres bekommt, als er abgibt. So erfährt er immer wieder, dass auch das Abgeben für ihn gut endet.

Lieben Gruß

Deine Tina

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