Thema der Woche – Fallbeispiele aus der Praxis – Buchtipp

HALLO IHR LIEBEN,
WIR SIND ES WIEDER!

Ich suche ja immer nach potenziellen Trainings-Opfern, die sich erbarmen mit mir ein kostenloses Hundetraining zu haben. ;-D Da ich aber zwecks Prüfung und Arbeit eh gerade immer im Stress bin, wollte ich vorerst meine Trainingsstunden auf Eis legen. Nicht lange hat es gedauert, da fehlte mir mal wieder der Bezug zur Praxis. Damit ich aber doch so ein bisschen Praxis Input hatte, habe ich mir das Buch „Fallbeispiele für Hundetrainer“ von Ziemer und Falke gekauft.

Fallbeispiele für Hundetrainer

Buch „Fallbeispiele für Hundetrainer“

So kann ich arbeiten

Man war ich froh, als dass Buch ankam und ich endlich einen Grund hatte, die Skripte – die ich gefühlt 1000 mal durchgelesen habe, die es aber immer noch nicht ins Langzeitgedächtnis geschafft haben – weglegen und mich voll und ganz dem Buch widmen konnte. Endlich mal ein Buch, ganz nach meinem Geschmack. Genau so stelle ich mir ein Praxisbezogenes Handbuch für angehende Hundetrainer vor. Na seid ihr schon gespannt wie das Buch aufgebaut ist? Das erzähle ich euch nämlich jetzt J
In dem Buch geht es um diverse Fallbeispiele auf die wir Hundetrainer des Öfteren treffen werden. Genau aus diesem Grund habe ich mir auch das Buch bestellt, denn ich wollte wissen wie genau und detailliert Ziemer & Falke bei seinen Kunden mit ihren Hunden vorgeht und wollte mir es verinnerlichen, denn die Vorgehensweise ist meist dieselbe.

Fallbeispiele schrittweise erklärt

Zuallererst wird ausführlich über das Problem des Kundenhundes aus Haltersicht gesprochen. Der Halter erklärt genau wie er das Problem empfindet, wann es entstanden ist und was er gerne verändert haben möchte. Natürlich viel kleinschrittiger, so dass es für uns super verständlich ist. Dann wird das Anamnese Gespräch mit dem Halter aufgezeigt und nach den Ursachen des Problems geschaut. Es wird vor allem darauf geachtet wie groß der Leidendruck der Hundefamilie schon ist um eine schnellstmögliche, dennoch auch wirkende Lösung zu finden. Durch die kleinschrittige Vorgehensweise, was einfach super wichtig ist um nichts zu übersehen, aber auch so unheimlich spannend ist, hatte ich das Gefühl eine neue und viel weitere Sichtweise für Problembehebungen zu bekommen. Das was ich im theoretischen Sinne im Buch nie verstanden hatte, kam mir plötzlich auf die Praxis bezogen so einfach und logisch vor.

Lösungen finden

Nachdem die Ursache des Problems heraus gefunden war, wurde mit den haltern ein Lösungsplan erstellt, der auf die Bedürfnisse der Halter und natürlich auch der Hunde abgestimmt war. Auch die Ideen der Trainingspläne und wie die Halter das Problem mit Hilfe der Trainer bewältigen konnten wurde super beschrieben und endlich hatte ich das Gefühl, dass so langsam aber sicher doch etwas in mein Langzeitgedächtnis wanderte und nicht weiter aussortiert wurde. Das was ich im theoretischen Sinne im Buch nie verstanden hatte, kam mir plötzlich so einfach und logisch vor.

Erst analysieren, dann umsetzen

Jetzt ging es ans umsetzen. Ziemer & Falke half dabei, dennoch muss der Kunde die Ratschläge und Trainingsvorschläge auch zu Hause alleine umsetzen und anwenden. Die genaue Vorgehensweise wird im Buch strukturiert erklärt, sodass man es sich einfach super vorstellen kann. Ich kann mir den Aufbau der Struktur einfach super merken und es jetzt auch an meinen Kunden anwenden. Die Vorgehensweise ist meist dieselbe. Wir haben zum Beispiel einen Kunden und einen Hund der irgendein unerwünschtes Verhalten zeigt. Dieses unerwünschte Verhalten soll verändert werden. Nach einem kurzen Telefonat machen wir einen Termin zur Abklärung aus. Beim Erstgespräch hören wir uns die „Sorgen“ in Bezug auf Ihren Hund, der Kunden an, schreiben uns alles detailliert auf und analysieren. Es muss wirklich sehr ausführlich und sorgfältig aufgeschrieben werden, damit wir das genaue unerwünschte Verhalten kennen, ansonsten haben wir kein richtiges Training mit Erfolgschancen.

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Trainingsplan in die Praxis umsetzen

Nachdem wir das unerwünschte Verhalten analysiert haben und genau wissen durch was es ausgelöst wird, geht es darum einen Trainingsplan mit dem Feinziel des Halters zu erstellen. Wir arbeiten ein Feinziel mit dem Kunden aus, damit er weiß, was genau er möchte, also wie sich sein Hund stattdessen Verhalten soll und damit wir wissen, wie genau sich der Halter das gewünschte Verhalten bei seinem Hund vorstellt. Wenn beide Seiten, also Trainer und Halter wissen, wie genau das aussehen soll, steht der Umsetzung nichts mehr im Wege.

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Buchtipp: Rundum gut

Während dem Training sollten man natürlich die Lernfortschritte erkennen können. Das ist nicht nur für uns, sondern viel mehr für den Halter wichtig. Er soll merken, dass er mit „wenig“ aufwand, aber mit Konsequenz, Geduld und alles was da noch dazu gehört zu einem schönen Ergebnis mit seinem Hund kommt und das Mensch-Hund-Verhältnis wieder ins Gleichgewicht gerät. Natürlich werden wir auch Kunden haben, die mir ihrem Hund „zur Vorbeugung“ kommen und an einem Kurs teilnehmen möchten oder dem Hund das Grundlegende beibringen wollen.
Am Ende des Buches gibt es noch ein kleines Nachschlagewerk – Eine Zusammenfassung wichtiger Begrifflichkeiten für Hundetrainer – wie es Ziemer & Falke nennt. Gerade für „Nicht-Hundetrainer“ interessant zu lesen, denn im Buch selbst werden genau solche Begrifflichkeiten verwendet 🙂 Ich hab mir auch zuerst die letzten Seiten durch gelesen und mich dann ans eigentliche Lesen vom Buch gemacht.

Fazit zu Fallbeispiele für Hundetrainer:

Ich bin voll und ganz vom Buch begeistert. Denn genau dieses strukturierte „Wie gehe ich wann, wie vor, was muss ich machen um nichts zu vergessen“ finde ich total super. Wie ihr wisst, brauche ich ja immer eine „Anleitung“. Ja ich weiß Hundetraining ist nicht pauschal, aber dennoch hat man so eine kleine Anleitung wie man vorgehen sollte. Im Buch „Fallbeispiele für Hundetrainer“ werden Fälle beschrieben, bei denen der Hund ein unerwünschtes Verhalten zeigt, welches verändert werden soll. Schön zu lesen (ganz am Ende des Falls) ist es, wie positiv sich der Hund verändert hat und wie schön das Zusammenleben mit seinem Menschen jetzt klappt. Ja – es ist nicht immer einfach – aber es lohnt sich definitiv das Problem anzugehen

Pfote, Lisa & Finn

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