fährtenarbeit

23. April 2017 // Woche 32

Hallo ihr Lieben,
wir sind es wieder!

Clickern und Fährtenarbeit stehen im Praxisseminar 5 auf dem Plan. Das Wetter findet nicht einmal der sonst immer strahlende Andy ideal: Wir haben kräftigen Wind mit ab und zu stürmischen bis orkanartigen Böen. Weil’s am nächsten Tag zusätzlich noch regnen soll, entscheiden wir uns für Fährtearbeit im Sturm und Clickern im Regen.

Keine 100 Punkte

Sturm macht Cora immer zappelig, Pferde kann sie nicht leiden und als wir über die Felder stapfen, auf der Suche nach einem windgeschützten Ort, rastet sie erwartungsgemäß aus. Andy hat sie genauso erwartungsgemäß im Griff und läuft ungerührt weiter. Die total verblüffte Cora dreht sich kurz nach mir um (ich komme mit Chica, die gegen den Wind zu kämpfen hat, nach) und vergisst ihren klimatischen Feind genauso wie ihren wiehernden. Als wir endlich eine halbwegs windgeschützte Fläche finden, sind die ersten schon erschöpft, aber wir legen tapfer Fährten und spornen die durchgepusteten Hunde kräftig an. Das Ergebnis hätte bei der Fährtenprüfung bestimmt keine 100 Punkte gebracht, aber es geht ja ums Prinzip der Fährte und das haben alle Hunde (und Menschen) jetzt drauf.

Lektion fürs Timing

Der nächste Tag ist klar, kein Regen, kein Wind, hätten wir doch. Wir vertrösten uns auf den Nachmittag und clickern. Erst ein Trainer in spe einen anderen, dann jeder seinen Hund.

Die Clicker-Cracks gähnen gelangweilt, weil sie das ja alles schon kennen, aber das Mensch-Mensch clickern amüsiert alle, sogar die Hunde, die gespannt schauen, was da vor sich geht. Ein Superspiel für die Kunden, es heitert auf und man lernt ja so viel übers richtige Timing.

Perfektes Wetter für die Fährtenarbeit

Der Nachmittag ist immer noch klar und beinahe windstill. Wetterbericht lag total daneben. Wir gehen raus und wiederholen die Fährte. Keiner muss mehr gegen den Wind anbrüllen, wir können unser „Schade“, wenn die Hunde sich haben verleiten lassen, flüstern. Die Wirkung ist phänomenal. Alle vierbeinigen Teilnehmer sind mit vollem Einsatz bei der Suche und bei der Sache. Das wird klar auch ein Supertraining für spätere Kunden.

Fazit:

Ich bin zwar saumüde aber hochzufrieden, als wir heimfahren. Zum ersten Mal freue ich mich auf Kundenkontakt und Training. Die zwei Hunde sind ebenfalls fix und alle. Und zufrieden, zwei Tage, in denen die Leckerli buchstäblich vor ihren Pfoten lagen, so was haben sie nicht oft. Und das Wetter? Kein Thema mehr, es hat ja alles funktioniert.

uschi-birr-profilbild

Name: Uschi Birr

Namen der Hunde: Chica, Cora

Wer bin ich? Hundefreundin, Menschenfreundin, Journalistin

Wäre mein Hund ein Mensch, wäre er…? Chica wäre ein Stille-Wasser-Mensch, der immer seinen Willen durchsetzt. Cora ein Triathlon-Athlet.

Ich liebe Hunde, weil…? Sie mir zeigen, wie toll das Leben ist und wie man es am besten meistert.