Existenzgründung als Hundetrainer Uschis Blog

01. Juli 2017 // Woche 37

Kalkulation ist das eine…

…Selbstbewusstsein das andere. Das lerne ich aus Kapitel 11,Lektion 1 und 2. Ganz schwummrig wird mir bei all den Rechenbeispielen für Existenzgründer, die allein von ihrer Mission leben wollen. An was man alles denken muss, was alles schief laufen kann. Okay, ich will keine Existenz gründen, nicht mal eine eigene Hundeschule aufmachen. Aber ich bewundere jetzt schon alle, die mit mir den Trainerkurs absolvieren und vorhaben, sich auf die eigenen Trainerbeine zu stellen. Mit gelungenen Marketingstrategien, dem Abgrenzen von der Konkurrenz, mit neuen Ideen, anderen Trainingsansätzen und vor allem mit einer Alleinstellung. Was für ein Selbstbewusstsein gehört dazu, sich selbst und andere davon zu überzeugen, dass man der Beste ist. Definitiv nichts für mich.

Aber ich habe Glück, ich kenne eine Trainerin, die sich gerade von Beruf und Heimat trennt, auswandert und ihren Platz anbietet. Ein Glückspilz, wer ihn bekommt, denn die wichtigsten Anforderungen wie Parkplätze, gute Erreichbarkeit, Stadtnähe und Gerätschaften für so ziemlich alle Sportarten sind vorhanden. Dazu ein Kundenstamm, der gut sein muss, denn sie hat ja davon gelebt.

Alleinstellung? Das weiß ich nicht, ich glaube, viele Vereine – und wir haben genug davon in der Nähe – bieten ebenfalls Sporttraining an und veranstalten sogar Turniere, was hier nicht der Fall ist.

Welpenkurse kann man auch überall buchen, die weiterführenden Kurse allerdings sind bis jetzt schon was Besonderes. Sie finden nicht nur auf dem Platz, sondern draußen in einer Fußgängerzone, einem von Joggern, Radfahrern, Spaziergängern mit Kindern viel genutzten Park und in einem Waldstück mit Wild statt. Das könnte man, will man die Schule übernehmen, herausstellen.

Weil es in Bayern viele Parks und noch mehr Hunde mit Leinenpflicht gibt, und noch mehr, die wegen ihrer Jagdleidenschaft nicht ohne Leine laufen dürfen, sind auch die Freizeitstunden unter Aufsicht was Besonderes. Sie werden auch entsprechend genutzt.

Ich ertappe mich dabei, neue Angebote zu erfinden. Wie wäre es mit einem Spezialkurs für die ganzen Tierschutzhunde, die aus Griechenland, Spanien, Portugal, Ungarn, Polen und anderen süd- oder osteuropäischen Ländern vermittelt wurden? Ob das eine Marktlücke ist? Oder wie wäre es mit einem Kurs, bzw. einer Freizeit- und Sportstunde speziell für Rentner? Ich sehe so viele, wenn ich mit meinen beiden spazieren gehe, die über das Berufsalter hinaus sind, aber noch superrüstig und bestimmt begeistert, so ein Angebot zu bekommen. Der Vorteil ist, dass sie auch tagsüber Zeit haben und sich nicht abends oder am Wochenende unter all die berufstätigen Hundehalter mischen müssten. Oder Kursen für Kinder und Hunde? Rund um München boomt beides und dann müssten die Mamas und Papas ihrem Nachwuchs nicht so viel (auch falsches) erklären. Man könnte auch einen Spezialkurs für City-Dogs anbieten, immerhin ist München nur ein paar Kilometer entfernt und das Leben mit Hund dort eine Herausforderung. Das Grund- und Aufbautraining könnte ich auch aufteilen: Speziell für die Minihunde, oder die Hütehunde, oder, oder. Ich komme in Fahrt: Es gibt sie, die Marklücken, ich müsste nur ein entsprechendes Programm aufstellen, um die Kunden zu begeistern. Auch wenn ich ja gar nicht selbstständig werden will. Aber was heißt das schon. Erst mal die Prüfung erfolgreich ablegen und dann sehe ich schon weiter. Man weiß ja nie…

uschi-birr-profilbild

Name: Uschi Birr

Namen der Hunde: Chica, Cora

Wer bin ich? Hundefreundin, Menschenfreundin, Journalistin

Wäre mein Hund ein Mensch, wäre er…? Chica wäre ein Stille-Wasser-Mensch, der immer seinen Willen durchsetzt. Cora ein Triathlon-Athlet.

Ich liebe Hunde, weil…? Sie mir zeigen, wie toll das Leben ist und wie man es am besten meistert.