Die Schilddrüse unseres Hundes
10. Oktober 2019 /
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Die Schilddrüse unseres Hundes

Seit einigen Jahren steht die Schilddrüse gerne mal im Mittelpunkt, insbesondere bei Hunden, die atypisches Verhalten zeigen. Hier vermutet man eine Funktionsstörung, eine Schilddrüsendysfunktion.

Ob es sich um ein wirkliches Krankheitsbild handelt, ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Dazu sind ein paar wichtige Punkte zu beachten, die wir Hundetrainer wissen sollten, um unsere Kunden gut zu beraten.

Die Schilddrüse (Glandula thyroidea) liegt unterhalb des Kehlkopfs und besteht aus zwei Lappen, die an der Luftröhre sitzen. Ein umgreifendes Gewebestück verbindet die Lappen mit der Luftröhre. Bei manchen Tieren ist auf diesem Gewebestück auch Drüsengewebe zu finden. Beim Haushund ist das Gewebestück jedoch eher rudimentär vorhanden. Die Schilddrüse steht in enger Kommunikation mit dem vegetativen Nervensystem und wird darüber versorgt.

Tastbar ist die Schilddrüse im gesunden Zustand nicht. Spannend ist aber, dass ihre Größe individuelle, als auch jahreszeitliche Schwankungen zeigen kann. Im Inneren der Schilddrüse findet man kleine Follikel. Deren Aufgabe ist es, Thyreoglobulin zu bilden. Das ist eine Vorstufe der Schilddrüsenhormone. Für diese Herstellung benötigt die Schilddrüse Jod.

Jod wird über die Nahrung und über Wasser aufgenommen. Es wird an das Thyreoglobulin gebunden und so entstehen die Schilddrüsenhormone T3 und T4.

Als Standardtest wird bei einer Untersuchung meist der T4-Wert im Blut gemessen. Bei einer Erhöhung spricht man von einer Überfunktion, bei einem erniedrigten Wert von einer Unterfunktion. Beim Hund wird dieser Wert abgesichert, indem ein weiterer Wert bestimmt wird, der TSH-Wert.

Lieben Gruß

Deine Tina

Kristina Ziemer-Falke

Sie ist Hundetrainerin und Verhaltensberaterin mit Leib und Seele. Ihre zahlreichen ergänzenden Ausbildungen auf dem Gebiet der Hundeerziehung und -ernährung, der Tierheilpraxis und des Hundesports sowie ihre langjährige Praxiserfahrung als Dozentin und Hundetrainerin machen Sie zu einer echten Hunde- und Menschenversteherin. Doch ihr Herz schlägt nicht nur für Vierbeiner. Kristina engagiert sich stark für den Nachwuchs und ist aktiv im Prüfungsausschuss der Tierärztekammer Niedersachsen für Hundetrainerzertifizierungen. Mit ihrem Mann Jörg teilt sie ihre große Leidenschaft. 2011 gründeten sie gemeinsam das Ziemer & Falke-Schulungszentrum, das sie seither mit viel Herzblut und Erfolg und zahlreichen Standorten in ganz Deutschland führen.

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