Mops liegt auf Laminatboden

Chihuhahua, Prager Rattler, Yorkshier Terrier & Co. – wir lieben sie, die Hundezwerge, keine Frage. Aber wir dürfen bei aller Liebe nicht vergessen: Ihre Winzigkeit macht sie sehr verletzlich! Warum das so ist? Wir klären auf.

 

Abweichung vom Normaltyp

 

Egal ob riesengroß oder winzig klein, starke Abweichungen von der gesunden Wildform des Hundes haben ihren Preis. Denn die Natur hat weder Riesenwuchs noch Miniformate vorgesehen. Allein wir Menschen haben sie geschaffen.

Die sehr großen Rassen im Format von Deutschen Doggen haben beispielsweise – neben einer Reihe anderer Probleme – mit Wachstumsstörungen und zu kämpfen. Man muss sie in den ersten Jahren sehr sorgfältig ernähren und körperliche Überlastung unbedingt vermeiden, um schwere Folgeschäden zu verhindern.

Sehr kleine Hunde (3,5 kg und weniger) müssen keine so immense Wachstumsleistung vom Welpen bis zum ausgewachsene Hund vollbringen wie die großen Rassen, und ihre Lebenserwartung ist insgesamt wesentlich höher. Trotzdem bringt der Zwergenwuchs ebenfalls viele Leiden mit sich.

 

Gesundheitliche Probleme von Zwerghunden

 

Zu klein ist nicht gesund, denn der Körper funktioniert schlicht irgendwann nicht mehr. Einer der Gründe: Die Kleinwüchsigkeit wirkt sich nicht proportional auf die inneren Organe aus, was bedeutet, dass diese einen viel größeren Anteil an der Gesamtmasse des Hundekörpers haben, als es bei einem normal großen Hund der Fall wäre.

Ähnliches gilt für die Zähne, die sozusagen im winzigen Kiefer nicht genug Platz finden. Unvollständige Gebisse, schmerzhafte Fehlstellungen, Entzündungen oder Zahnausfall sind die Folge.

Zu typischen Leiden von Zwerghunderassen gehören des weiteren Patellaluxation, Trachealkollaps, Hypoglykämie (Unterzuckerung), offene Fontanellen und Hydrocephalus, um nur einige Beispiele zu nennen. Aufgrund des viel höheren Stoffwechsel kann bei Zwerghunden zudem eine spezielle Ernährung notwendig sein.

 

Gut zu wissen

 

In dem Wissen, dass ein Hund weit jenseits der natürlichen Wildform irgendwann nicht mehr gesund sein kann, sollten wir uns daher niemals für einen „niedlichen“ Zwerghund unter 2 kg entscheiden. Denn: Es handelt sich um kranke Tiere am Rande der Lebensfähigkeit. Noch immer werden so genannte „Tea Cups“ oder „Minis“, also besonders winzige Exemplare von ohnehin extrem kleinen Rassen wie Chihuahua, Toypudel und Yorshire Terrier, rücksichtslos vermarktet. Solchen unseriösen, tierquälerischen Angeboten kann nur begegnet werden, indem es keine Nachfrage mehr gibt. Es sollte bei der Auswahl eines Zwerghundes stets die Devise gelten: Je schwerer und größer, desto besser.

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