Junger Hund läuft an der Seite seiner Halterin

Oft berichten mir Hundehalter, dass ihre lieber Vierbeiner während des gemeinsamen Spaziergangs ständig willkürlich die Seiten wechseln: mal gehen sie vorne vorbei, mal hinten – was ziemlich nervig sei, da sich die Leine dabei ständig um die Beine wickelt. Mein Blog richtet sich heute daher an alle, die das Problem kennen und sich Abhilfe wünschen.

Hier meine Trainingsempfehlung für alle Seitenwechsler:

  1. Überlege Dir ganz genau, welche Position Dein Hund während der Leinenführigkeit einnehmen, also wo er genau laufen soll. Das ist ganz wichtig. Male Dich dazu einmal selber auf – mit Stift und Papier, am besten aus der Vogelperspektive. Keine Angst, dazu musst Du kein großer Künstler sein: ein Kreis, welcher Deinen Kopf skizziert, ist vollkommen ausreichend.
  2. Nun malst Du um Deinen Kopf einen größeren Kreis, welcher den Leinenradius darstellt, den Dein Hund zur Verfügung hat. Du solltest auf dem Papier jetzt einen kleinen Kreis, umgeben von einem großen Kreis, sehen. Theoretisch könnte sich Dein Hund überall innerhalb des großen Kreises aufhalten.
  3. Schraffiere nun den Bereich, in dem Dein Hund laufen darf. Dies könnte rechts oder links von Deinem Kopf sein, auch ein wenig schräg hinter oder vor Dir. Deine Skizze sollte nun auf einer Seite einen schraffierten Flügel bis Halbkreis aufweisen. Dieser schraffierte Bereich ist Dein Zielbereich.
  4. Wenn Du mit Deinem Hund draußen die Leinenführigkeit übst, belohne ihn ab jetzt immer, wenn er in der gewünschten Position läuft, d. h. er sich im Zielbereich befindet, entweder mit einem Lob oder Leckerchen. So lernt Dein Hund, dass es sich lohnt, in diesem Bereich zu laufen.
  5. Möchte Dein Hund den gewünschten Bereich verlassen, verhindere dies entweder körpersprachlich oder mit der Leine, bleib einfach stehen. Führe Deinen Hund zurück in die richtige Position – beispielsweise mit einem Leckerchen.
  6. Gehe erst weiter, wenn sich Dein Hund wieder im Zielbereich befindet und bestätige ihn dort. Es lohnt sich für Deinen Hund also nicht mehr, woanders zu laufen oder die Seiten zu wechseln, weil es dann nicht weitergeht. Es geht immer nur vorwärts, wenn Dein Hund auf der richtigen Seite läuft.

Man kann einem Hund auch beibringen, auf beiden Seiten zu laufen, so dass er die Seite auf Signal wechselt. Dies ist manchmal sehr hilfreich, beispielsweise wenn es die Verkehrslage erfordert. Auch für den Freilauf ist es oft sehr nützlich, den Hund so zu lenken.

Viel Erfolg beim Ausprobieren! Und bei Fragen wie immer gerne melden.

Viele Grüße

Deine Tina

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