Blonder Labrador frisst Trockenfutter aus vollem Hundenapf

Jeden Tag das gleiche Spiel? Kaum nimmst Du den Napf in die Hand, fängt Dein Hund an, Stress zu machen? Ungeduldig winselt er, stupst Dich, springt an Dir hoch, bellt und zieht alle Register, damit er möglichst schnell etwas zu futtern bekommt? „Her mit dem Napf, aber sofort!“ – würde er rufen könnte er sprechen. Aber eigentlich muss er das gar nicht, Du verstehst ihn schließlich auch so. Und Du bist sicher ein braves Frauchen oder Herrchen und beeilst Dich. Aber genau das ist der Fehler! Denn hat Dein Hund mit seinem Verhalten Erfolg, so wird er bestätigt. Er erhält sozusagen indirekt ein Lob – und wiederholt dieses Verhalten natürlich bei nächster Gelegenheit. Er wird weiter fiepen, stupsen und hopsen, um Dich zur Eile zu treiben. Vielleicht sogar noch schlimmer, als zuvor.

Hetz mich nicht!

Willst Du dieses Verhalten unterbinden, musst Du gegensteuern. Ab jetzt bestimmst Du, wann der gefüllte Napf serviert wird! Lass‘ Dich von dem Theaterspiel Deines Hundes nicht mehr zur Eile antreiben. Ignoriere das nervige Verhalten. Ja, nimm‘ Dir sogar extra viel Zeit bei der Vorbereitung des Futters. Ignoriere sämtliche Beller und Stupser. Schimpfe aber nicht mit Deinem Hund, schicke ihn bestenfalls ruhig ins Sitz oder Platz und lasse ihn warten. Stelle den Napf erst in einer „Nervpause“ auf den Boden, so dass Dein Hund nicht glaubt, dies wäre eine Folge seines Tuns. Er muss merken: Du bestimmst, wann es Fressen gibt. Und das gibt es nicht schneller, wenn er Dich antreibt. Im Gegenteil! Erst wenn er Ruhe gibt, stelle sein Futter bereit.

Erst auf „Los!“ geht’s los!

Steht der Napf endlich auf dem Boden bereit, lasse Deinen Hund sitzen. Erst auf Dein Signal darf er loslegen und sich seine Mahlzeit schmecken lassen. Bleibe konsequent und lasse Dich nicht aus der Ruhe bringen. Dann wird es nicht lange dauern und Dein Hund wird geduldig warten, bis Du ihm seine Mahlzeit kredenzen kannst. Übrigens gilt das auch für viele andere Bereiche des Zusammenlebens mit Deinem Hund: Nicht er bestimmt in den meisten Fällen Zeitpunkt und Tempo, sondern Du, sei es bei Streicheleinheiten, beim Gassigehen (es sei denn natürlich, das Geschäft ist sehr dringend!) oder Türe öffnen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und starke Nerven!

Viele Grüße

Deine Tina