Thema der Woche – Deckentraining

HALLO IHR LIEBEN,
WIR SIND ES WIEDER!

Bei unserem letzten Seminar behandelten wir die Themen Tabu-Decke, Deckentraining, Gegen- und Umkonditionierung. Wirklich sehr spannend und interessant! Heute möchte ich euch zunächst die Tabu-Decke näher erklären und euch dann in einem Video zeigen, wie ich trainiert habe.

Tabudecke und Deckentraining

Vor dem Training

Diese Übung habe ich mit Finn gemacht um ihm gewisse Grenzen aufzuzeigen, die er nicht überschreiten darf. Sei es einen Raum in der Wohnung oder einen Bereich zu tabuisieren, weil ich nicht möchte, dass er sich dort aufhält. Ich finde es wichtig, Finn Grenzen zu setzen. Er soll mir ja nicht auf der Nase herumtanzen und mich auch ernst nehmen.
Bevor ihr anfangt mit dem Hund zu trainieren, solltet ihr einen Plan machen. Wie genau soll das Training eigentlich aussehen? Ich schreibe diese Dinge vorher in mein Trainingsheft auf. So vergesse ich nichts und kann immer mal wieder nachschlagen wie ich diese Übung aufgebaut habe. Ganz wichtig ist auch sich seine Feinzieldefinition zu überlegen. Meine lautet:

Wenn ich das Signal „Tabu“ gebe, soll Finn innerhalb von 2 Sekunden die Handlung, die er gerade machen wollte, abbrechent

Was benötige ich zum Deckentraining

Ich habe eine komplett neue Decke genommen, die Finn noch nicht kannte. Da diese „negativ“ belegt wird, sollte es nicht gerade seine Lieblingsdecke sein !!! Ich möchte ja nicht dass er sich nicht mehr in sein Körbchen traut, wenn die Decke dort liegt. Die Decke habe ich vor unsere Badezimmerwand gelegt und mich darauf gesetzt, diese sozusagen schon beansprucht. Dann habe ich die tollen Leckerchen mit in Spiel gebracht. Außerhalb der Decke bekommt Finn immer positives Feedback von mir und darf sich dort auch die Naschereien nehmen. Das „Nimm“ habe ich davor allerdings konditioniert.

Alles meins!

Alles was sich auf der Decke befindet ist MEINS 🙂 Die Leckerchen, die auf der Decke liegen, sind tabu für ihn und das mache ich ihm auch klar. 🙂 Ich verwende „Tabu“ und setze meine Körpersprache mit ein. Da Finn ja ein Sensibelchen ist, musste ich die Intensität wie ich agiere, erst vor dem Spiegel üben, sodass ich Finn nicht „erschrecke“. Ich möchte ja, dass er Frauli immer noch liebt auch wenn sie ihm Grenzen setzt. Egal was sich auf der Decke befindet ist für Finn Tabu. Im Aufbautraining verwende ich einfach nur noch die Decke ohne Leckerchen darauf zu legen, da er verknüpft hat: „Doofe Decke, der gehe ich lieber aus dem Weg.“

Wie unser Training aussieht, zeige ich Euch in meinem Video. Viel Spaß dabei 🙂

Bitte aufmerksam sein!

Achtung: Uns wurde diese Übung von einem Hundetrainer im Seminar gezeigt und wir wurden angeleitet. Falls ihr diese Übung nachmachen möchtet, zieht bitte einen Trainer zu rate. Wenn Euer Hund sich respektlos euch gegenüber verhält oder Aggressionsprobleme hat, dann trainiert diese Übung bitte MIT Maulkorb. Dieser sollte davor schon auftrainiert sein! Falls Euer Hund sehr sensibel ist, empfehle ich das Tabu-Deckentraining nicht zu Hause. Auch wenn wir zu Hause eine reizarme Umgebung haben, könnte es passieren, dass wenn ihr den Hund für seine Verhältnisse zu stark abwehrt, er es nicht mit der Decke sondern mit irgendetwas anderem in eurem zu Hause verknüpft.

Mein Fazit:

Sinn und Zweck dieser Übung hat Finn jetzt verstanden, denn wenn die Decke vor dem Badezimmer liegt, weiß Finn, er darf nicht mit rein, außer Frauli bittet mich darum 🙂 Das Ganze geht allerdings nicht an einem Nachmittag. Wir haben jeden Tag geübt, dass Finn diese Decke „meidet“. Wir sind jeden Tag ein kleines Schrittchen weiter auf unserer Trainingsleiter nach oben gestiegen. Ich finde die Decke eine super Sichtgrenze. Natürlich könnte man auch den Absatz in unser Badezimmer, wo die Fließen anfangen als Sichtgrenze benutzen, allerdings wäre mir Finn dann zu nahe an unseren Türen und ich möchte nicht, dass er an denen kratzt. Das „Tabu“ muss ich jetzt auch nicht mehr in dieser strengen Intensität sagen wie am Anfang. Alles in Allem hatten wir ein tolles Training mit der Tabu-Decke 🙂

Pfote, Lisa & Finn

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