Thema der Woche – Clicker- und Schnüffeltraining

HALLO IHR LIEBEN,
WIR SIND ES WIEDER!

Wir hatten so ein tolles Seminar bei Kristin Fischer, einer Dozentin bei Ziemer & Falke. Jap und genau mit diesem Wochenendseminar  fülle ich jetzt einen ganzen Tagebucheintrag aus, weil es einfach mein Lieblingsseminar war! Thema waren Clickertraining und Schnüffeln. Die beiden Themen haben mich schon immer fasziniert & deshalb habe ich mich auf das Wochenende besonders gefreut.

Clicker-Schnueffeln

Clickertraining und Schnüffeln

Auslastung mit Clicker & Nasenarbeit

Freies Formen mit dem Clicker & Nasenarbeit ist eine super kognitive Auslastung, nicht nur für Finn, sondern für jeden Hund. Bevor man allerdings mit dem Clicker UND dem Hund arbeitet, sollte man Trockenübungen [und die bitte ohne Hund] machen. Der Grund wieso der Hund nicht dabei sein sollte ist der, dass wenn wir die ganze Zeit clickern um uns im Timing zu verbessern, der Hund sich an den Clicker gewöhnt und dieser dann für ihn keine Bedeutung mehr hat.

Durch die Trockenübungen lerne ich den Clicker kennen, lerne mit ihm umzugehen, kann mich so im Timing verbessern und nach gutem Training am Hund anwenden.  Finn habe ich jetzt angeclickert. Er hat jetzt verstanden, dass der Clicker total toll ist & er löst bei Ihm jetzt immer ein gutes Gefühl aus. Den Clicker benutze ich hauptsächlich zum Shapen, auch freies Formen genannt. Finn muss selbst sein Kopf anstrengen, ohne Hilfestellungen von mir.

Natürlich mache ich mir vor jedem Clickertraining Gedanken, was ich möchte, was Finn zeigen soll. Denn nur so kann ich das Verhalten punktgenau verstärken. Mein Ziel war, Finn soll seine Nase auf ein Post-it drücken, egal wo es hängt. Wenn er es zuverlässig zeigt, also die Nase auf dem Post-it klebt, führe ich mein Signal ein. Außerdem bleibt er solange am Post-it kleben, bis ich „Ok“ sage. Das ist nämlich unser Auflösesignal. Gerne bringe ich Finn verschiedene Tricks bei, denn es macht nicht nur mir mega Spaß, sondern auch Finn. Klar, benötigen wir im Alltag den Quatsch nicht, aber es ist wirklich toll über das Shapen und sei es nur mit der Nase an einem Post-It anzudocken, Finn kognitiv auszulasten.

Wichtig beim Shapen ist, NICHT mit dem Hund zu reden & Geduld mitzubringen. Das fällt uns Menschen wirklich nicht leicht und auch ich musste mich einige Male zurück halten, da man doch wirklich sehr gerne Hilfestellungen geben möchte. Aber wenn ich Finn immer wieder anleite, lernt er nur auf mich zu achten und nicht selbst sein Kopf einzuschalten & zu überlegen. Denn das selbst überlegen ist das, was den Hund „hundemüde“ macht!

Ok – aber nun zum Training. Mein Ziel war, dass Finn seine Nase auf das Post-it drückt. Jedes noch so kleine bisschen, was in Richtung Nase & Post-it drücken geht, bestätige ich mit dem Clicker. Allerdings immer nur einmal und lasse es von mal zu mal „schwieriger“ werden bis wir irgendwann am Endziel angekommen sind. Anfangs habe ich mich vor Finn gesetzt & den Aufkleber in meiner Hand gehalten. Zuerst hat er mir seine Pfote angeboten. Da das aber überhaupt nichts mit unserem Ziel zu tun hat, gab es auch keinen Click.

Post-it. Click + Keks

OK, jetzt fing Finn an zu überlegen. Das konnte man bei ihm wirklich erkennen, total knuffig sag ich euch. Und auf einmal ging seine Nase schon Richtung Post-it. Click + Keks! Wuhu dachte sich Finn!!! Also mit dem blöden Gelben Zettel muss es was zu tun haben & ich glaube mir meiner Nase, denn die war in der Nähe des Dings.

Beim nächsten Mal  dockte er schon am gelben Post-it an *.* Click + Keks. Boah war ich stolz! Nachdem wir das einige Male wiederholt hatten, wollte ich schauen ob Finn das auch wirklich mit dem Post-it verknüpft hat oder ob es an meiner Hand liegt bzw. das der Zettel in meiner Hand lag.

Um es schwieriger werden zu lassen, habe ich den Zettel vor mich auf den Boden gelegt. Zuerst kam wieder Finns Pfote, da gab es aber kein Click. Somit überlegte Finn weiter und [aha, da war doch was mit der Nase] touchte er am Boden auf dem gelben Zettel. Nachdem er dies zuverlässig zeigte, ging ich noch einen Schritt weiter [natürlich nicht alles an einem Tag, denn genügend Pausen sind wichtig].

Also hab ich den Zettel an den Schrank geklebt. Finn schaute zuerst komisch, dockte aber total selbstverständlich gleich die Nase am Zettel an. Boah schon wieder Volltreffer! Ihr könnt euch gar nicht Vorstellen wie glücklich Frauli war *.* und Finn, denn der bekam ja durch jedes andocken mit der Nase am Gelben Zettel den tollen Click + seinen Keks 🙂 So haben wir uns kleinschrittig nach Oben gearbeitet & jetzt kann der Post-it überall hängen und ich sag zu Finn nur „Nase“ und er dockt selbstverständlich dort an wo das gelbe Ding hängt.

Das ist sowas von cool und lustig, sag ich euch und Finn ist nach jedem Training wirklich mega müde, aber glücklich und zufrieden! Vor allem wenn ich nicht allzu viel Zeit habe, ist das Shapen eine willkommene Auslastungsmethode. Die Nasenarbeit findet Finn einen Ticken noch besser, als das Clickern. Wir gehen seit Anfang des Jahres jetzt auch ins Mantrailing 🙂 in einer Hundeschule in unserer Nähe. Darüber berichten wir allerdings ein anderes Mal, wie Finn „vermisse Personen“ sucht.

Fazit:

Clickerarbeit mit Finn mach wahnsinnig Spaß und ist toll zur kognitiven Auslastung. Natürlich sollte der Hund von dem beginnenden Clickertraining angelickert werden, sodass er weiß, was für eine Bedeutung der Clicker hat. Im Seminar habe ich unsere Dozentin als Trockenübung geclickert , was wirklich nicht so einfach war. Denn erst in solch einer Trockenübung mit dem Mensch als „Hund“ werden einem die Fehler erst sichtbar gemacht. Man wird gleich darauf hingewiesen, ob man ein gutes oder schlechtes Timing hat. Bei dieser Übung bekommt man ein Gespür dafür, wie man Clickert und 0,5 Sekunden später den Keks dem Hund geben muss. Ich kann jedem, der noch nie geclickert hat, dies aber tun möchte, nur empfehlen, dass sich vorher von einem Trainer zeigen zu lassen & diese lustige Trockenübung zu machen 🙂 Wir clickern dann mal weiter unsere Quatsch-Übungen 🙂

Pfote, Lisa & Finn

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