Unsere Hunde lassen es sich oft nicht anmerken, doch auch sie leiden im Sommer unter der großen Hitze und der starken Sonneneinstrahlung. Wusstest Du, dass sie ebenso wie wir einen Sonnenbrand und auch einen „Hitzschlag“ bekommen können?

Es liegt also in unserer Verantwortung, unsere vierbeinigen Freunde richtig und rechtzeitig zu schützen. Auch auf unsere Kunden in der Hundeschule sollten wir achten. Hier habe ich ein paar wichtige Tipps für Dich zusammengestellt:

 

1. Mittagshitze meiden

Um unsere Hunde vor Sonnenbrand oder gar Hautkrebs zu schützen gilt wie für uns Menschen: Sonnenbäder zwischen 11 und 15 Uhr am besten vermeiden. Du kannst Deinen Hund zusätzlich an Stellen mit wenig Haaren (wie beispielsweise am Bauch oder an den Ohrspitzen) mit unparfümiertem Sunblocker eincremen. Besonders empfindlich sind unpigmentierte Stellen bei hellen oder sehr kurzhaarigen Tieren, bei denen (rosa) Haut zu sehen ist.

Die sinnvollste Prophylaxe bleibt das Meiden der direkten Sonne zur Mittagszeit. Übrigens: Auch bei bewölktem Himmel besteht die Gefahr eines Sonnenbrandes.

 

2. Schatten ist das A und O

Du kannst Deinen Hund mit an den Badesee oder an den Strand nehmen? Herrlich! Achte aber unbedingt darauf, dass für ihn ein Schattenplatz (zum Beispiel unter einem Baum oder unter einem Sonnenschirm) vorhanden ist und er sich ebenfalls ab und zu im Wasser abkühlen kann und trinken darf, sofern es sich um Süßwasser handelt. Wenn Du Urlaub am Meer oder einen Strandtag einlegst, solltest Du unbedingt Wasser für Deinen Hund einpacken.

Wichtig zu wissen: Nicht alle Sonnenschirme und Sonnensegel halten die UV-Strahlen gleich gut ab. Achte beim Kauf auf entsprechende Hinweise.

 

3. Höchste Alarmstufe Auto

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Den Hund bei Sonne (auch außerhalb der Sommermonate!) nicht im Auto lassen! Bereits 15 Minuten in einem geschlossenen Wagen bei direkter Sonne sind lebensgefährlich. (Quelle: ÄRZTEZEITUNG.) Für sommerliche Aufenthalte im Auto gilt: Nur kurz (!) und nur im garantierten Schatten (z. B. in der Parkgarage mit ordentlicher Lüftung oder Carport), denn die Sonne wandert, und wo eben noch Schatten war, kann 10 Minuten später schon pralle Sonne sein. Außerdem: vier halb geöffnete Fenster, die Durchzug garantieren und natürlich einen gefüllten Wassernapf bereitstellen.

Mein Tipp: Es gibt auch spezielle Haken (Airkit, Abstandhalter oder Aufstellhaken genannt) für die Kofferraumtüre, die diese einen Spalt geöffnet halten. Schutzblenden oder dunkle Folien für die Scheiben verhindern zudem die direkte Sonneneinstrahlung.

 

4. Vorsicht bei „Knautschnasen“ und langhaarigen Hunden

Alle kurznasigen Rassen, vom Deutschen Boxer bis zum Pekingesen, leiden sehr unter großer Hitze, da sich die Folgen ihrer deformierten Atemwege dann besonders bemerkbar machen. Wenn Dein Hund einer solchen Rasse angehört, wähle am besten nur schattige Wege fürs Gassigehen. Längere Touren solltet Ihr nur machen, wenn es kühler ist, also morgens oder abends. Achte besonders auf Erschöpfungsanzeichen wie starkes Hecheln oder Hinlegen.

Normalerweise ist das Hundefell ein perfekter Schutz gegen Kälte, Feuchtigkeit, Wind und natürlich gegen Sonne und Hitze. Ein Scheren des Fells im Sommer stört diesen natürlich Schutz eher, als es nützt. Trotzdem: Rassen mit sehr lang und/oder sehr dicht gezüchtetem Fell wie Pekingesen oder Neufundländer haben Probleme in sommerlicher Hitze. Hier empfiehlt sich, das Fell zu kürzen. Lasse dies aber unbedingt einen Fachmann (Hundefriseur/Groomer) erledigen, denn falsch oder zu kurz geschorenes Fell bietet unter Umständen gar keinen Sonnenschutz mehr. Schwarze Hunde leiden stärker unter Hitze als helle. Besondere Vorsicht sollte auch bei chronisch kranken und alte Hunde geboten sein.

 

5. Wasser, Wasser, Wasser – aber das Richtige!

Egel, wo Ihr Euch gerade aufhaltet: Trinken ist in der Sommerhitze das Wichtigste – für Euch beide. Packe daher am besten immer eine Flasche Wasser mit ein. Für den schnellen Drink unterwegs eignen sich für den Hund natürlich auch fließende Gewässer wie Bäche und Flüsse oder größere Seen, in denen er sich zusätzlich abkühlen kann.

Vorsicht aber bei kleinen stehenden Gewässern wie Tümpeln oder auch Pfützen! Sie sind vor allem im Sommer häufig voll von Bakterien und anderen Krankheitskeimen wie zum Beispiel den Erregern der gefährlichen Leptospirose (Quelle: Wikipedia), die sich dort gut vermehren können.

 

6. Training bei Sommerhitze?

Bei großer Hitze auf dem sonnigen Hundeplatz zu trainieren, macht keinen Sinn. Hunde und Menschen schwitzen und sind abgeschlagen. Die Konzentration geht meist gen Null, ganz abgesehen von der Sonnenbrand- und Sonnnestich-Gefahr. Verlege die Trainingsstunden, wenn irgendwie möglich,am besten in die Morgen- oder Abendstunden. Oder sei kreativ und biete beispielsweise eine Trainingseinheit im schattigen Wald an.

Bei älteren Kunden empfehle ich Dir, wachsam zu sein. Sie vertragen die Sonne in der Regel noch schlechter. Einige Sitzgelegenheiten und Schattenplätze unter einem Sonnenschirm oder -Segel an sind sicher gut. Und vielleicht stellst Du auch Getränke und Sonnencreme bereit.

Eure Tina

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Nachhaltigkeit in der Hundeschule? – wir sind dabei und Du hoffentlich auch!

Das Thema Nachhaltigkeit, Plastikmüll und Verschmutzung unserer Umwelt geht durch alle Medien! Gott sei Dank, schließlich muss sich etwas ändern und jeder sollte seinen Beitrag leisten!

Wie sieht es bei Dir in der Hundeschule aus? Was kannst Du dort tun, um umweltbewusster zu agieren? Auf den ersten Blick scheint das gar nicht so leicht zu sein. Auch Jörg und ich überlegen regelmäßig, was wir tun können, um immer umweltschonender mit unserem Planeten umzugehen. Und jetzt kommst Du ins Spiel! Wir wollen mit Deiner Hilfe gemeinsam weiter durchstarten, daher unser Aufruf!

Teile mit uns ab sofort Deine Tipps „Wie vermeide ich überflüssigen Ballast für die Umwelt im eigenen Betrieb?“

Es soll ein längerfristiges Projekt werden und jeder ist herzlich eingeladen zu erzählen, wie seine Hundeschule immer umweltschonender geführt wird. Aus allen Tipps wird es anschließend eine kleine „Challenge“ geben, an der Du teilnehmen kannst, so dass wir dann regelmäßig an alle Teilnehmende To-dos schicken, die (freiwillig) umgesetzt werden können.

Am Ende des Jahres werden wir den Gewinner küren, der sich am nachhaltigsten um seine Umwelt kümmert.

Ob es etwas zu gewinnen gibt?

Na klar! Alle „Mitmacher“ bekommen somit die Chance, einen Ausbildungsplatz „Ernährungsberater für Hunde“ zu gewinnen. Es lohnt sich also doppelt, seine Hundeschule auf den Kopf zu stellen und zu zeigen, was getan wird.

Du willst mitmachen? Super! So geht’s:

Schreib uns bis zum 30.11.2019 eine Mail an blog@ziemer-falke.de. Dort stellst Du uns vor,

  • was Du verändert hast und seit wann.
  • wie es Dein Leben veränderte.
  • was Du in Zukunft noch vor hast, um Deine Hundeschule „müllfrei“ zu halten.
  • wie Deine Kunden darauf reagieren. Machen Sie mit?
  • welche Tipps Du anderen Hundetrainern für ihre Hundeschule geben möchtest.

Auch Fotos und Videos sind erlaubt und erwünscht!

Je besser wir uns ein Bild von Deiner Aktion „Umweltschonende Hundeschule 2019“ machen können, umso mehr steigen Deine Chancen auf den Hauptgewinn.

Jeder Teilnehmer, der diese Aktion unterstützt, bekommt zudem ein Siegel von uns für seine Hundeschule, dass seinen Kunden zeigt, dass er aktiv etwas für die Umwelt tut.

Alle Mails werden bis zum 30.11.2019 gesammelt. Anschließend melden wir uns bei Dir, so dass Du dann weißt, ob Du der glückliche Gewinner der Ernährungsausbildung bist und welche Tipps Dein Leben bereichern können, um unserer Natur Gutes zu tun.

Jörg und ich drücken Dir die Daumen und sind ebenso hoch motiviert, dem Plastikmüll den Kampf anzusagen! Auch unsere Tipps gibt es natürlich anschließend für Dich.

Ich freue mich sehr auf Deine Mail und Kommentare!

Alles Liebe

Deine Tina

3 typische Fehlerteufel, mit denen wir Hundetrainer unseren Kunden das Leben schwer machen können …

Sicher kennst Du das: Du machst Dir als (angehender) Hundetrainer sehr viele Gedanken darüber, wie Du Stunden mit Deinem Kunden und seinem Hund gestalten kannst. Das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch sehr wichtig. Ausgestattet mit einem hohen Fachwissen und einer hohen Motivation legst Du also los und versuchst alles für Deinen Kunden zu tun, damit er möglichst schnell zu seinem Ziel kommt und stressfrei mit seinem Hund den Alltag bestreiten kann. 

Hmmm, und bei aller Motivation und jeglicher Mühe stellen wir plötzlich fest, dass der Kunde nicht wiederkommt – woran kann das liegen?! Dies ist nicht immer leicht oder auf den ersten Blick zu erkennen. Daher habe ich Dir mal drei (klassische) Fehlerteufel zusammengestellt, um die Motivation eines Kunden zu verstehen, eben nicht wiederzukommen … ;-).

  1. Es ist ein zu viel des Guten: Wir möchten immer viel Fachwissen vermitteln. Oft wissen Hundetrainer gar nicht, wie viel sie wissen und da uns Hundetraining ja „so logisch“ vorkommt, können wir auch entsprechend viel über unser Lieblingsthema sprechen. Leider überfordert das oftmals den Kunden und er verliert den Faden bei der Fülle an Informationen. Besser: Weniger ist mehr! Überlege im Vorfeld, welche Informationen wirklich wichtig für Dein Trainingskriterium sind und welche zu einem anderen Zeitpunkt hinzugefügt werden – nämlich dann, wenn es der Kunde auch verarbeiten kann.
  1. Du erklärst zu oberflächlich. Der Kunde soll verstehen, damit er in Zukunft das Training alleine umsetzen kann. Schließlich soll er Zuhause ja auch trainieren – und das auch alleine. Überprüfe Deine eigenen Aussagen, ob sie wirklich verständlich für den Kunden sind. Aussagen wie: „Dein Timing ist gut“, sind leider nicht hilfreich, denn WAS GENAU ist an dem Timing gut? Wie ist Timing definiert? Was will ich erreichen? Somit solltest Du alle Aussagen überprüfen, ob Dein Kunde auch das versteht, was Du wirklich meinst. 
  1. Der Kunde ist zu nervös und wir erkennen es nicht. Viele Hundehalter sind sehr nervös, wenn sie in eine Hundeschule kommen. Viele Emotionen spielen eine große Rolle, gerade dann, wenn es um Problemverhalten geht. Keiner möchte etwas falsch machen. Das wissen auch viele Hundetrainer, aber dennoch haben viele Hundehalter Sorge, dass der Hundetrainer schlecht über ihn oder den Hund denkt. Neben den Sorgen und Ängsten kommt auch eine große Hilflosigkeit mit ins Spiel. Das sind alles keine guten Voraussetzungen, um entspannt in ein Training zu starten. Für ein erfolgreiches Lernen wäre dies allerdings die beste Ausgangslage. Folglich ist klar, warum der Hundehalter oft weniger aufnehmen kann. Er steht unter Stress. Sorge für ein angenehmes Lernklima und wiederhole auch oft Dinge, um dem Kunden die Chance zu geben, sich zu entspannen und viele Informationen mitzunehmen.

 

Dies waren drei Fehlerteufel, auf die Du Dich regelmäßig überprüfen solltest. Vielleicht sind Dir davon schon welche selbst passiert. Stress Dich diesbezüglich nicht. Nimm es wahr und überlege, was Du in Zukunft verbessern kannst. Gerne helfe ich Dir auch dabei!

Nutze auch gerne die Kommentarfunktion, so dass wir uns hier austauschen können. Jetzt wünsche ich Dir ein entspanntes Wochenende.

Alles Liebe

Deine Tina

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Du möchtest in Deiner eigenen Hundeschule gerne Agility anbieten, weißt aber nicht so recht, was zur Grundausstattung für Anfängerkurse gehört und worauf Du bei der Anschaffung achten solltest? Ich will es Dir gerne verraten.

 

Erste Agility Geräte für Anfängerkurse

Wenn Du damit beginnen möchtest, in Deiner Hundeschule Agility-Kurse für Einsteiger anzubieten, brauchst Du in jedem Fall folgende Geräte beziehungsweise Hindernisse: einen Tisch, Slalomstangen (12 Stück), etwa 4 Hürden und einen Tunnel.

Um richtig loslegen zu können, ist außerdem die Anschaffung einiger Kontaktzonengeräte ratsam. Dazu gehören als Basics: ein Steg, eine Wippe und eine Steilwand oder A-Wand. Diese Hindernisse werden Kontaktzonengerätegenannt, weil sie (zumeist rot markierte) „Kontaktzonen“ besitzen. Darunter versteht man wiederum bestimmte Stellen am Hindernis, die der Hund laut Regeln berühren muss. Sie dienen dazu, den Hund ein wenig auszubremsen, um das oft sehr rasante Tempo aus dem Lauf zu nehmen, die Konzentration auf den Menschen zu fördern und um die Verletzungsgefahr beziehungsweise Gelenkbelastung zu minimieren. Kontaktzonengeräte sollten gleich von Anfang an mit trainiert werden. Später können noch Weitsprung, Mauer und Sacktunnel angeschafft werden.

 

Kosten der Agility Geräte

Bei der Anschaffung von Agility Geräten sollte die Sicherheit an erster Stelle stehen. Das bedeutet, dass zumindest bei den Geräten, die das Gewicht eines Hundes tragen müssen, bei den Kosten nicht gespart werden darf – zum Beispiel beim Steg oder der Wippe. Hier können die Preise in etwa zwischen 40,00 und 200,00 € liegen), bei Slalomstangen (Preis in etwa zwischen 30,00 und 80,00 €). Bei Hürden können es notfalls auch billigere Modelle tun.

Wenn Du sparen musst, kannst Du darüber nachdenken, Dir gut erhaltene, gebrauchte Geräte zuzulegen oder für den Anfang mit einem Kollegen „Geräte-Sharing“ zu betreiben.

 

Größe der Agility Geräte

Bei Agility-Turnieren gibt es für alle Klassen (small, medium und large) die gleiche Gerätegröße. Für das Training, vor allem wenn es lediglich um den Funbereich geht, gilt dies ebenfalls. Allerdings ist es von Vorteil, wenn sich die A-Wand für kleine Hunde flacher stellen lässt. Beim Steg und der Wippe funktionieren die Standardgrößen eigentlich für alle Hunde, vom Yorkie bis zum Labrador. Nur bei den besonders großen Rassen sollte entweder ganz auf den Steg verzichtet oder eine Sonderlösung gefunden werden, da hier das Verletzungsrisiko aufgrund der Höhe und der sehr schmalen Lauffläche deutlich größer ist.

 

Wie viel Platz benötigen Sie?

Die benötigte Platzgröße hängt davon ab, wie viele Agility Geräte bei Dir zum Einsatz kommen sollen, wie groß Deine Gruppen sind und ob Du neben den Anfänger- auch Fortgeschrittenen-Kurse anbietest.

In Anfängerkursen, in denen Hund und Mensch zunächst langsam an die Geräte herangeführt und gewöhnt werden, reicht eine kleine Fläche von beispielsweise 15 x 15 m. Sobald es jedoch in den etwas fortgeschritteneren – und damit flotteren – Bereich geht und/oder mehr Hindernisse zum Einsatz kommen sollen, brauchst Du mindestens eine Fläche von 20 x 30 m. Je größer, desto besser. Eine Abzäunung des Agility-Platzes ist von Vorteil.

Schau auch gerne mal auf unserer Homepage, denn regelmäßig bieten wir Agility-Workshops an, die Dich vielleicht auch interessieren könnten.

Herzliche Grüße

Deine Tina