Bellender Hund an der Leine

Wann bellen Hunde?

Hunde bellen – der eine mehr, der andere weniger – und das bei vielerlei Gelegenheiten, beispielsweise im Spiel, aus Langeweile, zur Begrüßung, bei Stress, Angst oder Angriff, aus Demut, bei Einsamkeit oder Panik, aus Gewohnheit, aus Aggressionsgründen usw. Wie stark das Bellverhalten gezeigt wird, hängt zum einen von den gemachten Erfahrungen ab, und zum anderen von der genetischen Prädisposition.

 

Wieso bellen Hunde?

Bestimmt nicht, um uns zu ärgern ;-) Unsere Hunde nutzen das Bellen, um ihre aktuelle Stimmung auszudrücken, ebenso andere Lautäußerungen wie das Knurren, Fiepen, Jaulen, Heulen und Winseln. So unterschiedlich der Grund des Bellens auch sein mag, so unterschiedlich ist auch die Stimmung, in der sich unser Hund gerade befindet. Je nach Situation klingt das Bellen etwas anders. Ein freudig erregtes Bellen beispielsweise unterscheidet sich von einem Bellen aus Angst.

 

Was tun bei unerwünschtem Bellen?

Um ein Problemverhalten anzugehen, ist es im ersten Schritt erst einmal wichtig, die genaue Ursache zu ermitteln. Weshalb bellt er überhaupt? Dazu sollten wir ebenfalls schauen, was die Körpersprache unseres Hundes verrät. Sie gibt uns einen weiteren Anhaltspunkt über die Gründe seiner Bellfreudigkeit und über seine Emotionen. Haben wir die Situation gründlich analysiert und die Ursache erkannt, können wir einen Trainingsplan erstellen, um so das Bellen dauerhaft und erfolgreich in den Griff zu bekommen.

Lieben Gruß

Deine Tina

4 Kommentare
  1. Petra sagte:

    Mein Hund bellt nicht bei jedem Hund, eigentlich nur bei größeren Hunden, dann allerdings schon eher aggressiv. Er zieht dann heftig an der Leine und lässt sich mit Leckerli nicht ablenken.

  2. Kristina Ziemer-Falke sagte:

    Hallo liebe Petra,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Für das Verhalten Deines Hundes kann es nach dieser kurzen Beschreibung natürlich viele Ursachen geben. Hier solltest Du angreifen und Ursachenforschung betreiben. Bei welchen großen Hunden zeigt er dieses Verhalten? Sind es Hündinnen oder nur Rüden? Hat es vielleicht mit kastrierten Hunden zu tun? Kannst Du ihn eventuell mit einer Aufgabe ablenken, wie zum Beispiel SITZ machen oder einen Dummy tragen, wenn er Leckerchen nicht nimmt? Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig. Wenn Du Dir nicht sicher bist, empfehle ich Dir, Dich am besten an einen Hundetrainer in Deiner Nähe zu wenden, der sich das Verhalten Deines Hundes genau anschaut, bewertet und gemeinsam mit Dir und Deinem Hund daran arbeitet.
    Lieben Gruß
    Deine Tina

  3. Susanne sagte:

    Im „normalen“ Leben haben wir überhaupt kein Problem mit Bellen, bis auf eine einzige Ausnahme: Vögel im Garten. Es stört uns und vor allem die Nachbarn. Alle Vögel in Sichtweite werden verbellt, egal wie groß. Es wäre ja zu schade, wenn unser Hund deshalb nicht mehr alleine im Garten sein dürfte.
    Meine bisherige Strategie: wenn sie in den Garten raus will leine ich sie an und gehe mit. Lobe ausgiebig, wenn sie nicht bellt und es gibt ein klares Nein, wenn sie bellt. Wenn wir auf und ab gegangen sind und sie nicht bellt, leine ich sie ab und verlasse langsam den Garten – und schwupps kommen Vögel vorbei, die wieder verbellt werden.
    Noch irgendwelche Ideen, was ich noch machen könnte?
    Das Kommando Laut kennt sie. „Abstellen“ machen wir mit Sitz.

  4. Kristina Ziemer-Falke sagte:

    Liebe Susanne, natürlich ist es schwer aus der Ferne, ohne euch zu kennen, hier einen guten Tipp zu geben. Für viele Hunde ist das Verbellen von Vögel aus dem Garten jedoch ein stark selbstbelohntes Verhalten, oft verbunden mit einem kurzen Spurt in die Richtung. Selbstbelohnendes Verhalten wird leider nicht so schnell wieder aufgegeben, da es meist aus einem inneren Bedürfnis des Hundes entspringt. Ist es das Bellen, was sie als selbstbelohnend empfindet, das eventuelle kurze Hinrennen oder das Verscheuchen an sich, d. h. wenn der Reiz weg ist? Ein Training ist dann erfolgsversprechend, wenn deine Hündin lernt, dass sie mit dem Bellen keinen Erfolg mehr haben wird, ihre Bedürfnisse aber (ggf. an anderer Stelle) füllt werden, wenn etwas anderes tut. Hier spielt auch das Training einer sehr guten Impulskontrolle und das Erlernen des Ertragen von Frust eine große Rolle. Nur, wenn sie es schafft, nicht unbedingt jeden Vogel sofort zu verbellen, sondern sich kurz zurücknimmt, ist ein Alternativverhalten umsetzbar. Es gibt allerdings keine Garantie, dass sie später auch bei längerer Zeit alleine im Garten von sich aus ein Alternativverhalten zeigt. Hier kommt es sehr auf den individuellen Hund an, das Alternativverhalten und die Belohnung. Oft braucht es die Anwesenheit des Menschen, um ein solches Verhalten kontrollierbar behalten. Lieben Gruß Tina

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