Woche 33 Anti-Jagdtraining

05. Mai 2017 // Woche 33

Hallo ihr Lieben,
wir sind es wieder!

Lektion 9 Kapitel 4 dürfte so ziemlich das Wichtigste für uns angehende Trainer sein, wenigstens was die Praxis betrifft. Anti-Jagdtraining mit Hund. Denn jeder zweite, den ich mit angeleintem Hund treffe, erklärt mit, dass er ihn nie frei lassen lassen könne, weil er sonst jagen, wildern, einer Spur nachlaufen würde und dann auch nicht mehr ansprechbar sein..

Ich habe Glück mit Chica

Ich bin also hoch konzentriert beim Durchgehen des Kapitels über das Anti-Jagdtraining mit Hund und kann für mich selber durchatmen. Meine kleine Rennsemmel Chica, eigentlich ja ein Hetz-, Renn-, Windhund, ist zwar in ihrer frühen Jugend allem, was sich bewegt hat, hinterher geflitzt, doch durch Zufall oder glückliche Fügung findet sie Bälle attraktiver als jegliches Wild. Ich muss den Ball nur in die Hand nehmen und sie fixiert ihn sofort und hat weder Blick, noch Ohr noch Nase für etwas anderes. Sie läuft auch nicht weg, wenn sie den geworfenen Ball hat, sondern bringt ihn – ganz untypisch ­– wieder zurück.

Cora verjagt lieber

Cora ist anders, sie hätte die Ausdauer und auch die Leidenschaft zum Jagen, doch bei ihr ist es mehr ein Verjagen. Sobald ihre Beute, meistens sind es Eichhörnchen und Krähen, aus ihrem Blickfeld ist, zieht sie mächtig aufgeregt ihre Kreise um mich, mit erhobener Nase, senkrecht getragenem Schwanz und sichtlich stolz.

Rennt eigentlich rum wie ein Pfau, nur das Rad fehlt. Und während ihr Vorgänger, meine Shiba-Hündin, blitzschnell Mäuse gefangen (und verschlungen) hat, ohne jegliche Vorankündigung, sind meine zwei jetzt entweder zu faul oder zu langsam, jedenfalls ist die Mäusewelt hochzufrieden mit ihnen. Bei einem Reh, was vor einigen Tagen direkt vor uns auftauchte und im Vollgalopp ins Gebüsch sauste, waren sie wahrscheinlich zu verblüfft über diese Verwegenheit, dass sie gar nichts machten. Bei mir war’s also einfach Glück.

Fazit:

Glück? Das kann ich schlecht einem verzweifelten Kunden sagen, der mit seinem Beagle, Münsterländer oder Weimaraner eventuell bei mir Rat oder Hilfe in Form von Anti-Jagdtraining mit Hund sucht. Also schaue ich mir die Techniken an, die möglich sind und stolpere über das Gleichlaufschema. Was war das noch genau? Ich zermartere mir das Gehirn, mir fällt nichts dazu ein. Was habe ich überlesen? Ich google, werde auch auf die Ziemer-Falke-Seiten geführt, aber die Erklärung fehlt. Ich fluche, mein Denkvermögen lässt mich im Stich. Es bleibt nichts anderes als die Inhaltsverzeichnisse aller Kapitel nochmal durchzugehen. Bei Lektion 7 werde ich fündig. Gleichlaufbehandlungsschema. Hoffentlich kommt das in der Prüfung, denn da bin ich jetzt fit und das Loch im Gehirn ist geflickt.

Der kleine Wermutstropfen folgt allerdings gleich. Lektion 10, die letzte, ist wieder mal eine reine Lernlektion. Liebes Gehirn, bitte halte durch, bald haben wir’s ja geschafft.

uschi-birr-profilbild

Name: Uschi Birr

Namen der Hunde: Chica, Cora

Wer bin ich? Hundefreundin, Menschenfreundin, Journalistin

Wäre mein Hund ein Mensch, wäre er…? Chica wäre ein Stille-Wasser-Mensch, der immer seinen Willen durchsetzt. Cora ein Triathlon-Athlet.

Ich liebe Hunde, weil…? Sie mir zeigen, wie toll das Leben ist und wie man es am besten meistert.